Die Anforderungen an ein modernes Gewässermanagement sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Klimaanpassung, Hochwasserschutz, Förderung der biologischen Vielfalt und der effiziente Einsatz kommunaler Ressourcen müssen heute gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat Stowasserservice das bundesweit ausgerichtete Online-Seminar „Gewässermanagement“ durchgeführt.
Ufergehölze zählen zu den prägenden Strukturelementen naturnaher Fließgewässer. Ihre Bedeutung reicht weit über gestalterische und landschaftsästhetische Aspekte hinaus. Für die Gewässerunterhaltung übernehmen sie zentrale ökologische, hydraulische und betriebliche Funktionen. Gleichzeitig stoßen sie bei Anliegern, Bewirtschaftern und Eigentümern häufig auf Ablehnung. Gehölze werden als hinderlich wahrgenommen, verschatten angrenzende Flächen oder gelten als zusätzlicher Pflegeaufwand. Dieses Spannungsfeld prägt den Alltag vieler Unterhaltspflichtiger und stellt eine zentrale Herausforderung für eine langfristig tragfähige Gewässerbewirtschaftung dar.
Möge 2026 voller sprudelnder Ideen, lebendiger Projekte und einem Fluss an guten Momenten sein, die Natur und Menschen gleichermaßen erfreuen! Lassen Sie uns gemeinsam weiter daran arbeiten, noch mehr Gewässern ihre natürliche Vielfalt zurück zu geben.
Wenn verschiedene wasserwirtschaftliche Aufgaben – vom Hochwasserschutz über die ökologische Entwicklung bis zur Siedlungsentwässerung – gemeinsam gedacht werden, kann deutlich mehr als in Summe der Einzelplanungen erreicht werden. Genau diesen Ansatz verfolgt die Landeshauptstadt Dresden mit dem integrierten Gewässerentwicklungsplan für das Einzugsgebiet des Roten Grabens. Zwischen September 2021 und August 2025 wurde für die 31,2 km Fließgewässer 2. Ordnung sowie 16 Standgewässer im Untersuchungsgebiet ein Konzept erarbeitet, das einem Grundgedanken folgt: Nur wenn ökologische, hydraulische und stadttechnische Anforderungen zusammengeführt werden, können Mehrwerte geschaffen werden und zukunftsfähige Lösungen entstehen. Deshalb basiert das Konzept auf mehreren Leitprinzipien und nutzt zur Erfassung aller Bestände und Potenziale sowie der Planung von Maßnahmen moderne Tools wie PROGEMIS®.
Was auf den ersten Blick nach Wegräumen ruft, ist zentrales Element lebendiger Gewässerökosysteme: Totholz. Abgebrochene Äste, tote Wurzelstöcke oder umgestürzte Bäume prägen die Struktur naturnaher Fließgewässer entscheidend. Sie bremsen die Strömung, lenken sie um und sorgen so für Kolke und Kiesbänke. Auf diese Weise entstehen vielfältige Lebensräume. Fische finden darin Deckung, Insekten siedeln sich an und Mikroorganismen zersetzen das Holz zu Nährstoffen. Trotz dieser ökologischen Bedeutung wird Totholz vielerorts kritisch gesehen. Unterhaltungspflichtige befürchten Abflussbehinderungen und Schäden bei Hochwasser. Manch einer empfindet ein „aufgeräumtes“ Bachbett als einzig richtig. Doch gerade die scheinbare Unordnung ist Ausdruck natürlicher Dynamik und ein Zeichen für ein lebendiges, sich selbst entwickelndes Gewässer.
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