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GEWÄSSERBLOG

von Dr.-Ing. Andreas Stowasser

Renaturierung des Seegrabens in Niesky – wie ein Gewässer wieder lebendig wird

Renaturierung des Seegrabens in Niesky – wie ein Gewässer wieder lebendig wird

Wer in den vergangenen Monaten am Seegraben in Niesky unterwegs war, konnte beobachten, wie sich ein unscheinbarer, technisch ausgebauter Graben Schritt für Schritt in ein lebendiges Gewässer verwandelt hat. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist dieses Kapitel nun vorerst beendet – und die ersten Erfolge sind bereits sichtbar.

Rückblick auf die erste Online-Seminarreihe „Gewässermanagement“

Rückblick auf die erste Online-Seminarreihe „Gewässermanagement“

Die Anforderungen an ein modernes Gewässermanagement sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Klimaanpassung, Hochwasserschutz, Förderung der biologischen Vielfalt und der effiziente Einsatz kommunaler Ressourcen müssen heute gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat Stowasserservice das bundesweit ausgerichtete Online-Seminar „Gewässermanagement“ durchgeführt.

Unerwünscht und unverzichtbar?! Ufergehölze zwischen Akzeptanzkonflikten und fachlicher Notwendigkeit

Unerwünscht und unverzichtbar?! Ufergehölze zwischen Akzeptanzkonflikten und fachlicher Notwendigkeit

Ufergehölze zählen zu den prägenden Strukturelementen naturnaher Fließgewässer. Ihre Bedeutung reicht weit über gestalterische und landschaftsästhetische Aspekte hinaus. Für die Gewässerunterhaltung übernehmen sie zentrale ökologische, hydraulische und betriebliche Funktionen. Gleichzeitig stoßen sie bei Anliegern, Bewirtschaftern und Eigentümern häufig auf Ablehnung. Gehölze werden als hinderlich wahrgenommen, verschatten angrenzende Flächen oder gelten als zusätzlicher Pflegeaufwand. Dieses Spannungsfeld prägt den Alltag vieler Unterhaltspflichtiger und stellt eine zentrale Herausforderung für eine langfristig tragfähige Gewässerbewirtschaftung dar.

Gewässerentwicklungsplan Roter Graben: Wie Dresden Synergien von Naturschutz, Hochwasserschutz und Siedlungsentwässerung nutzt!

Gewässerentwicklungsplan Roter Graben: Wie Dresden Synergien von Naturschutz, Hochwasserschutz und Siedlungsentwässerung nutzt!

Wenn verschiedene wasserwirtschaftliche Aufgaben – vom Hochwasserschutz über die ökologische Entwicklung bis zur Siedlungsentwässerung – gemeinsam gedacht werden, kann deutlich mehr als in Summe der Einzelplanungen erreicht werden. Genau diesen Ansatz verfolgt die Landeshauptstadt Dresden mit dem integrierten Gewässerentwicklungsplan für das Einzugsgebiet des Roten Grabens. Zwischen September 2021 und August 2025 wurde für die 31,2 km Fließgewässer 2. Ordnung sowie 16 Standgewässer im Untersuchungsgebiet ein Konzept erarbeitet, das einem Grundgedanken folgt: Nur wenn ökologische, hydraulische und stadttechnische Anforderungen zusammengeführt werden, können Mehrwerte geschaffen werden und zukunftsfähige Lösungen entstehen. Deshalb basiert das Konzept auf mehreren Leitprinzipien und nutzt zur Erfassung aller Bestände und Potenziale sowie der Planung von Maßnahmen moderne Tools wie PROGEMIS®.

Totholz an Fließgewässern – wertvoll oder störender Unrat?

Totholz an Fließgewässern – wertvoll oder störender Unrat?

Was auf den ersten Blick nach Wegräumen ruft, ist zentrales Element lebendiger Gewässerökosysteme: Totholz. Abgebrochene Äste, tote Wurzelstöcke oder umgestürzte Bäume prägen die Struktur naturnaher Fließgewässer entscheidend. Sie bremsen die Strömung, lenken sie um und sorgen so für Kolke und Kiesbänke. Auf diese Weise entstehen vielfältige Lebensräume. Fische finden darin Deckung, Insekten siedeln sich an und Mikroorganismen zersetzen das Holz zu Nährstoffen.
Trotz dieser ökologischen Bedeutung wird Totholz vielerorts kritisch gesehen. Unterhaltungspflichtige befürchten Abflussbehinderungen und Schäden bei Hochwasser. Manch einer empfindet ein „aufgeräumtes“ Bachbett als einzig richtig. Doch gerade die scheinbare Unordnung ist Ausdruck natürlicher Dynamik und ein Zeichen für ein lebendiges, sich selbst entwickelndes Gewässer.


Gemeinsam für lebendige Gewässer – Bauseminar am Haselbach

Gemeinsam für lebendige Gewässer – Bauseminar am Haselbach

Nach mehreren Monaten intensiver Zusammenarbeit im gemeinsamen Coachingprogramm des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) – Landesverband Sachsen stand am 22. Oktober 2025 der praktische Höhepunkt an: das Bauseminar am Haselbach in der Gemeinde Haselbachtal bei Pulsnitz.

Naturnahe Strukturen effizient entwickeln – gewusst wie

Naturnahe Strukturen effizient entwickeln – gewusst wie

Der von der Wasserrahmenrichtlinie geforderte „gute ökologische Zustand“ vieler Gewässer ist in Sachsen noch nicht erreicht. Einer der entscheidenden Faktoren sind die hydromorphologischen Strukturen – also die Form, Ausprägung und Vielfalt von Sohle, Ufer, Lauf und Querprofil eines Gewässers. Sie bilden die Grundlage für Lebensräume, Artenvielfalt und ökologische Stabilität.

Start der Bauarbeiten am Tauchnitzgraben: Kombination aus Gewässeroffenlegung und Agroforstsystem

Start der Bauarbeiten am Tauchnitzgraben: Kombination aus Gewässeroffenlegung und Agroforstsystem

Wo aktuell noch ein verrohrter Graben unsichtbar unter einer großen Ackerfläche verläuft, rollen inzwischen die Bagger: Die Bauarbeiten zur Offenlegung des Tauchnitzgrabens haben begonnen. Damit startet eines der spannendsten Umweltprojekte Sachsens – die Kombination aus Gewässerrenaturierung und Agroforstwirtschaft. Gewässerschutz und Landnutzung ziehen an einem Strang!

Gewässermanagement: Neues Online-Seminar 

Gewässermanagement: Neues Online-Seminar 

Die Anforderungen an ein modernes Gewässermanagement wachsen stetig: Klimaanpassung, Hochwasserschutz, Artenvielfalt und die Sicherung kommunaler Ressourcen müssen in Einklang gebracht werden. Um Kommunen dabei praxisnah zu unterstützen, läuft in Sachsen 2025 eine Weiterbildung für Gewässerberater – ein Pilotprojekt mit Signalwirkung für andere Bundesländer. 

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