GEWÄSSERBLOG
von Dr.-Ing. Andreas Stowasser
Verdorrte Wiesen, leere Tröge – Warum die Dürre Landwirte doppelt trifft
Dieser Beitrag ist Teil der Serie „Dürre 2026 – Was wir tun können” auf dem Gewässerblog. Den Auftakt bildete unser Erfahrungsbericht vom Bauseminar am Haselbach. Den ersten Awareness-Beitrag finden Sie hier: Schifffahrt am Limit, Waldbrände im Hohen Venn – Dürre als Systemkrise.
Schifffahrt am Limit, Waldbrände im Hohen Venn – Dürre als Systemkrise
Dieser Beitrag ist Teil der Serie „Dürre 2026 – Was wir tun können“ auf dem Gewässerblog. Den Auftakt bildete unser Erfahrungsbericht vom Bauseminar am Haselbach.
100 Meter Renaturierung – und plötzlich gurgelt der Bach wieder
Können renaturierte Gewässer etwas gegen die anhaltende Dürre ausrichten?
Letzte Woche habe ich mir den Haselbach in der Gemeinde Haselbachtal in Ostsachsen angeschaut. Dort hat Stowasserplan gemeinsam mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) – Landesverband Sachsen im Oktober 2025 einen Abschnitt des Haselbachs im Rahmen eines Bauseminars renaturiert.
So viel Unterstützung, wie Sie brauchen: Der Weg zum digitalen Gewässermanagement
Gewässermanagement ist geprägt von gesetzlichen Fristen, Nachweispflichten und Wissen, das über Excel-Listen und einzelne Köpfe verstreut ist. PROGEMIS® ist eine Web-Anwendung, die diese Daten an einem Ort bündelt, Prozesse abbildet und alle Beteiligten auf denselben Stand bringt. Damit ein Umstieg zur jeweiligen Ausgangslage passt, wird PROGEMIS® in fünf aufeinander aufbauenden Stufen angeboten: (1) Standard-Produkt als reine Softwarelizenz, (2) Produkt und Datenmigration, (3) schlüsselfertige Lösung inklusive Einrichtung und Partner-Anbindung, (4) fachliche und technische Unterstützung bei Gewässerentwicklung (GE) und Gewässerunterhaltung (GU) sowie (5) Gewässermanagement as a Service, bei dem die Umsetzung über die Kooperation mit Stowasserplan und deren fachlicher Expertise vollständig übernommen wird. Kunden bestimmen den Umfang selbst und können jederzeit zwischen den Stufen wechseln.
Strategisches Gewässermanagement: mehr Handlungsfähigkeit für Kommunen
Die Gewässerunterhaltung steht vor einem grundlegenden Wandel. Fachliche, rechtliche und klimatische Anforderungen steigen, während personelle und finanzielle Ressourcen vieler Kommunen knapper werden. Gleichzeitig zeigen Hitzephasen, Trockenperioden und Starkregen immer deutlicher, wie wichtig funktionsfähige Fließgewässer sind. Sauberes Wasser, naturnahe und widerstandsfähige Bachläufe sowie intakte Auen sind keine freiwillige Zusatzaufgabe. Sie sind Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und Lebensgrundlage zukünftiger Generationen.
Natur als Baustoff: mutiger planen, besser bauen mit Ingenieurbiologie
Muss Ufersicherung immer hart, grau und technisch aussehen? Müssen Böschungen zwangsläufig mit Stein, Beton oder Stahl gesichert werden? Oder lohnt sich der Blick auf Bauweisen, die nicht nur sichern, sondern gleichzeitig Lebensräume schaffen, Wasser kühlen, Landschaften aufwerten und Menschen wieder näher ans Gewässer bringen?
Feldtag am Tauchnitzgraben – Sachsens größtes Agroforstsystem live erlebt
Am 3. Juni 2026 wurde der Tauchnitzgraben im Wurzener Land zu einem lebendigen Lernort für zukunftsfähige Landschaftsgestaltung. Das Foto zeigt eindrucksvoll die Themen dieses Feldtages: ein wieder sichtbares Gewässer, junge Gehölzstreifen in der Feldflur und ein Agroforstsystem, das spürbar „loswächst“. Hier verbinden sich Landwirtschaft, Gewässerschutz, Klimaanpassung und regionale Wertschöpfung zu einem gemeinsamen Zukunftsbild.
Klimaangepasste Gewässerunterhaltung: Warum wir unsere Gewässer jetzt neu denken müssen!
Ein weiteres viel zu trockenes Frühjahr liegt hinter uns. Die Folgen der Klimaveränderungen sind in unseren Fließgewässern längst sichtbar: Steigende Wassertemperaturen, langanhaltende Niedrigwasserphasen und sinkende Grundwasserstände setzen Bäche und Flüsse zunehmend unter Stress. Während sich die bisherige Gewässerunterhaltung vor allem auf klassische Defizite wie mangelnde Durchgängigkeit oder Strukturarmut konzentrierte, rückt heute eine neue Herausforderung in den Mittelpunkt: Wie müssen Unterhaltungsmaßnahmen angepasst werden, damit Gewässer auch künftig ihre ökologischen Funktionen erfüllen können?
Vom Uferabbruch zur naturnahen Gewässerentwicklung – Erfolgreiches Bauseminar zu ingenieurbiologischen Bauweisen in Lugau
Ein Jahr nach der Umsetzung zeigt sich die Maßnahme an einem innerörtlichen Gewässerabschnitt in Lugau als voller Erfolg: Die ingenieurbiologischen Bauweisen sind hervorragend angewachsen, die eingebrachten Weiden treiben kräftig aus und die gesamte Uferstruktur hat sich bereits sichtbar stabilisiert und naturnah entwickelt.
Gewässer und Nutzung zusammendenken: Agroforst als Chance für Gewässerrenaturierungen
Zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind umfangreiche Maßnahmen zur Gewässerentwicklung erforderlich. Gleichzeitig verschärft sie die Flächenkonkurrenz in der Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: Wie können Gewässer ökologisch wirksam entwickelt und die dafür notwendigen Korridore gleichzeitig wirtschaftlich nutzbar gestaltet werden?



