Die Gewässerunterhaltung steht vor einem grundlegenden Wandel. Fachliche, rechtliche und klimatische Anforderungen steigen, während personelle und finanzielle Ressourcen vieler Kommunen knapper werden. Gleichzeitig zeigen Hitzephasen, Trockenperioden und Starkregen immer deutlicher, wie wichtig funktionsfähige Fließgewässer sind. Sauberes Wasser, naturnahe und widerstandsfähige Bachläufe sowie intakte Auen sind keine freiwillige Zusatzaufgabe. Sie sind Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und Lebensgrundlage zukünftiger Generationen.
Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung sind daher gesetzliche Aufgaben. Wer sie nur reaktiv bearbeitet, also erst dann handelt, wenn ein Durchlass verstopft, ein Ufer abbricht oder Beschwerden eingehen, verliert Zeit, Geld und Steuerungsmöglichkeiten. Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept binden Kapazitäten, erzeugen Konflikte und führen selten zu einer dauerhaften Verbesserung. Die einzig sinnvolle Antwort ist deshalb ein strategisches Gewässermanagement. Mit Hilfe einer Gewässerunterhaltungs- und –entwicklungskonzeption kann kontinuierlich, planvoll, transparent und effizient vorgegangen werden.
Für Kommunen bedeutet dies vor allem mehr Übersicht und mehr Handlungssicherheit. Welche Gewässer liegen in der eigenen Zuständigkeit? Wie ist ihr Zustand? Wo besteht Handlungsbedarf? Wo gibt es Risiken, Nutzungskonflikte oder Entwicklungspotenziale? Wer diese Fragen beantworten kann, trifft Entscheidungen nicht mehr aus dem Bauch heraus, sondern auf Grundlage belastbarer Informationen.
Auf dieser Grundlage lassen sich klare Ziele und konkrete Maßnahmen ableiten. Regelmäßige Routinemaßnahmen werden nur dort eingeplant, wo sie erforderlich sind. Entwicklungsmaßnahmen werden dort vorgesehen, wo Gewässer dauerhaft verbessert werden können. So entsteht aus einzelnen Unterhaltungseinsätzen ein nachvollziehbarer Prozess, der von Grundlagendaten über Ziele und Maßnahmen bis hin zu Prioritäten, Finanzierung, Umsetzung und Dokumentation reicht.
Der größte Nutzen entsteht, wenn knappe Ressourcen gezielt eingesetzt werden. Nicht alles kann gleichzeitig umgesetzt werden. Ein strategisches Gewässermanagement zeigt auf, wo der Handlungsdruck am größten ist, wo gesetzliche Anforderungen besonders relevant sind und wo mit überschaubarem Aufwand die größte Wirkung erzielt werden kann. Dadurch können Kommunen ihre Budgets besser begründen, Fördermittel gezielter beantragen, ihren Personalbedarf nachvollziehbarer darstellen und ihre Leistungen genauer dokumentieren.
Ein solches Vorgehen bringt auch im Arbeitsalltag spürbare Entlastung. Zuständigkeiten, Termine, Maßnahmen, Abstimmungen und Kosten sind systematisch abrufbar. Genau hier setzt das softwareunterstützte Gewässermanagementsystem PROGEMIS® an. Gewässerdaten und Maßnahmen können digital erfasst, fortgeschrieben und dokumentiert werden. Dadurch wird Wissen gesichert, Aufgaben werden nachvollziehbarer und die Arbeiten können leichter an Mitarbeitende, Dienstleister oder Dritte übergeben werden.
Wie Kommunen dabei vom Reagieren ins Steuern kommen, zeigen wir auch in unserem begleitenden Webinar. Im Mittelpunkt stehen die Erfassung des Gewässerzustands, die Klärung von Zuständigkeiten, die Definition von Zielen sowie die Priorisierung und Dokumentation von Maßnahmen. Zudem geben wir einen Einblick in die digitale Unterstützung mit PROGEMIS®.
Hier geht es zur Anmeldung des kostenlosen Webinars: https://landingpages.stowasserservice.de/de/webinar-1a-registration
Strategisches Gewässermanagement bedeutet also nicht mehr Bürokratie, sondern mehr Handlungsfähigkeit. Es unterstützt Kommunen dabei, fachlich sicherer, wirtschaftlicher und vorausschauender zu handeln. Gleichzeitig bietet es die Möglichkeit, den Unterhaltungsaufwand langfristig zu reduzieren. Denn je naturnäher ein Gewässer ist, desto widerstandsfähiger reagiert es letztlich auf Klimaextreme und umso besser ist seine Funktionsfähigkeit.
Sie möchten demnächst ein Unterhaltungs- und Entwicklungskonzept erstellen?
Gerne unterstützen wir Sie bereits bei der Projektentwicklung, beispielsweise wenn Sie eine Schätzung der erforderlichen Planungskosten, eine Aufgabenstellung oder eine fachliche Einordnung für die nächsten Schritte benötigen. Bei Interesse an einer Beratung oder Planungsleistung erreichen Sie uns unter info@stowasserplan.de.
