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Rettungsnetz Wildkatze – Gemeinsam Grüne Wege gehen: Runder Tisch Lossatal

Am Samstag, dem 20. November 2021 fand der vom BUND Sachsen organisierte „Runde Tisch Lossatal“ statt. Gemeinsam mit der Gemeinde Lossatal, der Familie von Carlowitz sowie Herrn Staatsminister Wolfram Günther stellten Experten die Maßnahmen zum Projekt „Grüner Weg entlang der Lossa“ der Öffentlichkeit vor. Wissenswerte und interessante Vorträge zum Projekt hielten Frau Almut Gaisbauer, Projektleiterin Rettungsnetz Wildkatze BUND Sachsen sowie Herr Dr. Andreas Stowasser vom Büro Stowasserplan GmbH CO. KG.

Den Beitrag zum Runden Tisch Lossatal können Sie online hier nachverfolgen. Der Vortrag von Frau Gaisbauer über die Wildkatze beginnt bei Minute 0:34:48. Herr Stowasser erläutert ab 1:04:10 die an der Lossa geplanten Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung.

Neuerscheinung des LfULG »Naturnahe Bäche in Städten und Gemeinden – Empfehlungen zur Gestaltung«

Bäche sind die Lebensadern unserer Landschaft. Besonders im innerörtlichen Bereich leisten ökologisch intakte und für den Menschen erlebbare Bäche als Freizeit-, Erholungs- und Begegnungsraum einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität. Und gleichermaßen sind ökologisch intakte Bäche wichtige Lebensräume für viele typische Pflanzen-und Tierarten der Fließgewässer und Auen, tragen zur Biotopvernetzung bei und leisten einen Beitrag zur Klimaanpassung.

Vor diesem Hintergrund hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) eine Broschüre zur naturnahen Gestaltung von Fließgewässern in Siedlungslagen im Rahmen des LfULG-Leitprojektes „Für saubere Gewässer in Sachsen“ herausgegeben. In der mit vielen Bildbeispielen und anschaulichen Grafiken ausgestatteten Publikation werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Bäche trotz Bebauung in unmittelbarer Umgebung naturnäher, ökologisch funktionsfähiger und erlebenswerter gestaltet werden können.

Die Veröffentlichung entstand federführend durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Sachsen). Die Stowasserplan GmbH & Co. KG konnte als Co-Autor ihre umfangreichen praktischen Erfahrungen zur naturnahen Gestaltung und Entwicklung von Fließgewässern einbringen und die Ausgestaltung der Publikation mit zahlreichen Fotos und Grafiken unterstützen.

In der Broschüre lesen und blättern, sie herunterladen oder bestellen können sie hier:

Leitfaden »Naturnahe Bäche in Städten und Gemeinden - Empfehlungen zur Gestaltung«

Neue DWA-Merkblätter zur naturnahen Gestaltung von Fließgewässern erschienen

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) hat in diesem Jahr gleich mehrere Merkblätter zur naturnahen Gestaltung von Fließgewässern vorgelegt. Im Merkblatt DWA-M 620 wird erstmals die Ingenieurbiologie umfassend dargestellt und deren breite Anwendung vorbereitet. Als Sprecher der Arbeitsgruppe konnte Dr.-Ing. Andreas Stowasser (Geschäftsführer der Stowasserplan GmbH & Co. KG) maßgebliche Inhalte aus seiner langjährigen Erfahrung mit naturnahen Bauweisen beitragen.

Ingenieurbiologische Bauweisen besitzen ein enormes Potenzial im naturnahen Wasserbau und bei der Umsetzung der EG-WRRL. In der Praxis herrschen jedoch oft noch erhebliche Unsicherheiten bei deren Planung, Umsetzung und Pflege. Mit dem Merkblatt werden die wichtigsten Aspekte und Rahmenbedingungen, die bei der Anwendung der ingenieurbiologischer Bauweisen im naturnahen Wasserbau eine Rolle spielen, umfassend erläutert und damit zu guter fachlicher Praxis erklärt.

Das Merkblatt DWA-M 620 ist in drei voneinander unabhängig nutzbare Teile gegliedert:

DWA-M 620-1 – Teil 1: Grundlagen und Bauweisenauswahl

Teil 1 beschäftigt sich auf 126 Seiten mit der Einführung in das Thema Ingenieurbiologie, Grundprinzipien zur Wirkung und Anwendung ingenieurbiologischer Bauweisen im Wasserbau, der Erläuterung der grundlegenden abiotischen, biotischen und anthropogenen Rahmenbedingungen, die bei der Anwendung und Auswahl zu beachten sind, der Beschreibung erforderlicher Herstellungsmaterialien, dem Zusammenwirken lebender und unbelebter Baustoffe und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die Bauweisenauswahl, der Vorgehensweise zur Bauweisenauswahl aufgrund von Rahmenbedingungen am Einbauort und nicht zuletzt den Bauweiseneigenschaften.

Das Merkblatt DWA-M620-1 ist seit Juni 2020 im Webshop der DWA erhältlich.

DWA-M 620-1

DWA-M 620-2 – Teil 2: Planung, Umsetzung und Erfolgskontrolle

Teil 2 beschäftigt sich mit der Planung ingenieurbiologischer Bauweisen und der Vermittlung des Leistungsumfangs in Grundlagenermittlung und Vorplanung, Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung und Pflege- und Entwicklung sowie der Erfolgskontrolle.

Das Merkblatt DWA-M620-2 ist seit Februar 2020 als Entwurf (Gelbdruck) mit 110 Seiten im Webshop der DWA erhältlich. Das Merkblatt wird voraussichtlich im 1. Quartal 2021 als Weißdruck vorliegen.

DWA-M 620-2

DWA-M 620-3 – Teil 3: Bauweisenbemessung und Anwendungsbeispiele

Teil 3 beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Nachweisführung und Bemessung für die Anwendung ingenieurbiologischer Bauweisen, Berechnungsbeispielen und Anwendungsbeispielen.

Das Merkblatt DWA-M620-3 ist noch in Bearbeitung wird voraussichtlich 2021 veröffentlicht.

Merkblatt DWA-M 609-1 – Entwicklung urbaner Fließgewässer

Mit dem Merkblatt DWA-M 609-1 wurde zum Erscheinungsdatum März 2020 eine Handreichung veröffentlicht, die sich mit den Belangen der Gewässerökologie unter den meist räumlich beengten und anthropogen geprägten Bedingungen in der Stadt beschäftigt. Fließgewässer in der Stadt bieten Möglichkeiten der Erholung, Naturerfahrung, Kommunikation und Begegnung sowie eine starke Identifikation mit der Heimat. Wie dieses Potenzial mit den vielfältigen Nutzungsaspekten und der Forderung nach ökologischer Entwicklung der Gewässer im urbanen Raum in Einklang gebracht werden kann, dazu möchte das Merkblatt Grundlagen für Planung und Umsetzung der Gewässerentwicklung vermitteln.

DWA-M 609-1

Erfolgreiche Unterhaltungsmaßnahme am Rhein mit technisch–biologischer Ufersicherung

Erfolgreiche Unterhaltungsmaßnahme am Rhein mit technisch–biologischer Ufersicherung

Zwischen April 2016 und Dezember 2018 wurde im Rahmen einer Unterhaltungsmaßnahme eine 400 m lange Teilstrecke des Rheins bei Karlsruhe-Daxlanden (km 358,840 bis km 359,240) saniert und naturnah gesichert. Dabei wurden die Potenziale und Möglichkeiten technisch-biologischer Ufersicherungen an großen und schiffbaren Gewässern genutzt. Bauherr war das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim. Die Planung und Bauoberleitung der Ufersanierungsmaßnahme erfolgte durch die Stowasserplan GmbH & Co. KG. Bereits im Jahr 2012 konnte in dieser Zusammenarbeit die ingenieurbiologische Versuchsstrecke am Rhein (km 440,600 bis km 441,600) erfolgreich fertiggestellt werden.

Vor dem Hintergrund der veränderten gesellschaftlichen Anforderungen an die Bundeswasserstraßen und die Umsetzung der EG-WRRL wurden als naturnahe, technisch-biologische Ufersicherungen begrünte Steinschüttungen mit Weidensetzstangen und Buschlagen sowie begrünte Blockbuhnen und ein Fischunterstand eingebaut. Am Ufer des Rheins müssen diese Bauweisen mit denkbar schwierigen Bedingungen zurechtkommen: geringer Abstand zur Fahrtrinne (20,0m), schiffsinduzierte Belastung (Primär- und Sekundärwellen) auf die Uferböschung und hohe Wasserspiegelschwankungen. Dennoch sollen die naturnahen Bauweisen nicht nur das Ufer sichern, sondern gleichzeitig auch zur Strukturverbesserung der ausgebauten und bisher überwiegend mit gepflastertem Deckwerk verbauten Rheinböschung beitragen.

Der in der nunmehr dritten Vegetationsperiode erreichte Zustand verspricht einen Erfolg der Baumaßnahme mit den technisch-biologischen Ufersicherungen. Die Bildergalerie gibt einen kleinen Eindruck dazu wieder:

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der Stowasserplan GmbH & Co. KG.

Informationen zur ingenieurbiologischen Versuchsstrecke am Rhein finden Sie im Blogbeitrag.

Umweltschutz im Straßenbau – Die Ökokontomaßnahme am Meißner Fürstengraben Teil 2

Umweltschutz im Straßenbau – Die Ökokontomaßnahme am Meißner Fürstengraben Teil 2

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) hat das zweite Filmmodul über die Planung und Umsetzung der Ökokontomaßnahme „Naturnahe Umgestaltung des Fürstengrabens in Meißen“ veröffentlicht.
Von November 2019 bis Mitte Mai 2020 erfolgte die Bauausführung zur naturnahen Umgestaltung des Fürstengrabens. Durch die Gestaltung eines strukturell vielfältigen naturnahen Gewässerlaufes konnten naturschutzfachlich hochwertige Lebensräume für Reptilien und Amphibien gesichert und geschaffen werden. Ein weiteres Filmmodul über die Entwicklung des Fürstengrabens nach Umsetzung der Maßnahmen ist geplant.

Das erste Filmmodul und eine Erläuterung zur Maßnahme gibt es hier.

Hier steht der Beitrag zum Ansehen bereit:

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Mehr Informationen

Kurz vor der Baufertigstellung hat die Stowasserplan GmbH & Co. KG die Baumaßnahme mit einer Drohne überflogen. Den dabei erstellten Gesamteindruck kann man hier ansehen:

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Mehr Informationen

Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es auch auf der Homepage der Stowasserplan GmbH & Co. KG.