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Gewässerrenaturierung schafft Lebensräume – auch für Menschen!

Gewässerrenaturierung schafft Lebensräume – auch für Menschen!

Habitatvielfalt, Biodiversität – Umsetzung der EG-WRRL – alles Schlagworte, die man mit Gewässerrenaturierung in Verbindung bringt. Mindestens genauso wichtig ist dabei: Mit Gewässerrenaturierung schafft man Lebensräume und Erholungsmöglichkeiten für die Menschen!

Im Jahr 2021 wurde der stark verbaute Selbbach im Stadtgebiet Selb (Oberfranken) auf einer Länge von reichlich einem Kilometer unter Leitung des Planungsbüros Stowasserplan GmbH & Co. KG renaturiert. Nun sind drei Jahre vergangen und aus den ingenieurbiologischen Bauweisen haben sich sehenswerte Gehölze und Hochstaudenbestände entwickelt und der Wassererlebnisbereich wird von Groß und Klein gern angenommen.

Schauen Sie selbst wie Buhnen, Totholz und Belebungssteine vielfältige Strukturen in der Gewässersohle initiieren, wie aus nackten Rohbodenstandorten eine üppige blühende Landschaft entstanden ist und wie Sitzsteine, Stämme, Lesesteinwege und Liegebänke zum Verweilen einladen.

Naturnaher Wasserbau mit Ingenieurbiologie wie er hier am Selbbach vollzogen wurde, bietet dabei Vorteile in vielfacher Hinsicht. Vielfältige Uferstrukturen schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Ein naturnahes Gewässer trägt zum Schutz der Ressource Wasser und des Bodens bei. Die Ufergehölze sorgen für klimatischen Ausgleich und Kohldioxidbindung. Gewässer und Ufer sind hochwassersicher angelegt. Die Gestaltung des Wassererlebnisraumes trägt zur Verbesserung der Freiraumqualität und Erholungsmöglichkeiten bei. Und nicht zuletzt wurden die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie erfüllt.

Hier finden sie einen Eindruck, wie es nach Abschluss der Baumaßnahmen am Gewässer aussah.

Auf der Webseite des Wasserwirtschaftsamts Hof erhalten Sie noch weitere Begleitinformationen zur Maßnahme.

Letzte Woche war ich mal wieder am Selbbach – er ist ein schönes Beispiel dafür, wie ein begradigtes und ausgebautes Gerinne in ein lebendiges Gewässer zum Wohle von Mensch und Umwelt umgestaltet wurde!

Das Gewässer ist auf dem besten Weg den guten ökologischen Zustand zu erreichen.
Fischunterstände aus Steinplatten, Kiese, Sande und Blöcke schaffen vielfältige Lebensräume in der Gewässersohle.
Unter den Uferstauden hebt sich der Blutweiderich besonders intensiv hervor.
Natursteine als Wegeplatten und Sitzgelegenheiten fügen sich fließend in die Landschaft ein.
Totholzstrukturen sind Lebensraum für unzähige Insekten und Kleintiere.
Liegebänke und andere Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen entlang des Gewässers ein.
Weidenlabyrinth, Kletterbaum, flache zugängliche Ufer, auch für Kinder ist der Selbbach ein Abenteuer- und Erlebnisraum.
Die Kneipp-Anlage bietet Wassererlebnis für ganz Mutige.
Schautafeln bieten zahlreiche Hintergrundinformationen zur Gewässerrenaturierung.

Weitere Fotos können Sie unter dem Button zu LinkedIn anschauen …

Erfolge des Agroforst-Projekts in Peickwitz

Unter dem Titel: „Was bringt es, Bäume auf den Acker zu pflanzen?“ veröffentlichte rbb24 Brandenburg aktuell am 18.06.2024 einen Beitrag zu Agroforstwirtschaft in der Landwirtschaft. Wie die Bilanz des Landwirts und Agroforstpionieres Thomas Domin im von Trockenheit gestressten Brandenburg aussieht, erfahren Sie im verlinkten Beitrag.

Hier gelangen Sie zum Bericht und Videobeitrag.

Agroforstsysteme an Fließgewässern – Auf der AGRA 2024 und in Fachzeitschriften

Agroforstsysteme an Fließgewässern – Auf der AGRA 2024 und in Fachzeitschriften

Agroforstsystem sind in aller Munde und das Interesse steigt stetig. Nach der Veröffentlichung eines Fachbeitrages in der Zeitschrift – WasserWirtschaft – ist nun auch ein Beitrag im Bereich Landschaftsplanung erschienen. Unter dem Titel „Erprobung eines Mehrnutzungskonzeptes in Sachsen“ wurde über die kooperative Gewässerrenaturierung als Teil einer nachhaltigen Kulturlandschaftsentwicklung in der Zeitschrift – Naturschutz und Landschaftsplanung – berichtet. Der Artikel zeigt die Möglichkeiten der Mehrfachnutzung der Flächen am Gewässer und der aus den genutzten Agroforstsystemen resultierenden Werte für die ländliche Entwicklung. Entstanden ist der Beitrag aus der Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Stoffstrommanagement IfaS, dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft sowie der Stowasserplan GmbH & Co. KG in den gemeinsamen Projekten WERTvoll und ElmaR I bis ElmaR III.

Den Beitrag in der Zeitschrift – Naturschutz und Landschaftsplanung – können sie hier nachlesen.

Daneben konnte die Thematik auch unterstützt von der Stiftung Wald für Sachsen auf der AGRA 2024, der deutschen Landwirtschaftmesse, präsentiert werden. Mit der Landwirtschaft als Eigentümer und Bewirtschafter der Flächen an Gewässern steht ein bedeutender Kooperationspartner für Gewässerrenaturierung und nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen am Gewässer bereit. Anwesend waren auch die Bürgermeister der Kommunen Bennewitz und Thallwitz, die von den vorgestellten Pilotprojekten durch Nutzung der mit den Agroforstsystemen zukünftig produzierten, regenerativen Energien aber auch der damit verbunden nachhaltigen Kulturlandschaftsentwicklung profitieren werden. Sie konnten an der Vortragsbühne direkt mit Staatsminister Günther den aktuellen Projektstand und die damit verbundenen Chancen und Potenziale der Agroforstsysteme an Fließgewässern diskutieren.

Hier sind noch Eindrücke zur Veranstaltung:

Lebendige Gewässer für lebendige Gemeinden – Pflanzaktion am Ottendorfer Saubach

Lebendige Gewässer für lebendige Gemeinden – Pflanzaktion am Ottendorfer Saubach

Unter dem Motto „Lebendige Gewässer für lebendige Gemeinden“ wurde im Rahmen eines Bauseminars und einer Pflanzaktion ein knapp 100 m langen Abschnitt des Ottendorfer Saubachs naturnah umgestaltet. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Bauhöfe der vier beteiligten Gemeinden sowie weiterer Interessierter konnten alle Arbeiten wie geplant umsetzt werden und die abschließende Pflanzung am Montag, den 18.03.2024 mit Herrn Staatsminister Günther durchgeführt werden. Bei strahlendem Sonnenschein und blühender Landschaft ist so trotz kurzer Vorbereitungszeit ein sehr anschauliches Beispiel für Gewässerentwickungsmaßnahmen, die im Rahmen der Gewässerunterhaltung durchführbar sind, entstanden.

Ausdrücklich danken wir dafür allen an der Aktion Beteiligten: dem Gastgeber Gemeinde Bennewitz, den Mitarbeitern der Bauhöfe Bennewitz, Thallwitz, Lossatal und Wurzen für Technik, Material und tatkräftige Mitarbeit, Herrn Kroggel von der Stiftung Wald für Sachsen für das Spenden der Pflanzware, dem BUND Landesverband Sachsen e.V. für die unkomplizierte Bereitstellung von Material, Werkzeug und Mitwirkenden sowie Herrn Stegemann vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) – Landesverband Sachsen e.V. für seine Mitarbeit und koordinierende Tätigkeit!

Im nachfolgenden Video sowie auf den Fotos können Sie sich einen Eindruck von den Maßnahmen vor Ort verschaffen.

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Mehr Informationen

Die Pflanzaktion soll symbolisch viele weitere Nachahmer in ganz Sachsen animieren vergleichbare Beispiele praktisch umzusetzen. Anhand dieser Pilot- oder Beispielprojekte kann die Umsetzung der WRRL vorangebracht und der breiten Öffentlichkeit, lokalen Entscheidungsträgern und ansässigen Wirtschaftsunternehmen gezeigt werden, wie ein lebendiges Gewässer aussieht und welche Vorteile und welcher Nutzen damit für die Gemeinden verbunden sind.

Agrarholzanbau am Fließgewässer – Präsentation auf der Zukunftskonferenz des Verbundprojektes WERTvoll

Agrarholzanbau am Fließgewässer – Präsentation auf der Zukunftskonferenz des Verbundprojektes WERTvoll

Mit einer Zukunftswerkstatt endete im Dezember 2023 nach über fünf Jahren gemeinsamer Arbeit das vom BMBF finanzierte Bundesprojekt WERTvoll. Es untersuchte die Möglichkeiten und Potenziale durch Agrarholzanbau die Themen Trinkwasserschutz und Gewässerrenaturierung, Klimaschutz, Biodiversität und regionale Wertschöpfungsketten in Einklang zu bringen und daraus ein neues Landnutzungskonzept zu entwickeln.

Mit einem feierlichen Akt wurden die Erfolge des Projektes gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft am 8. November 2023 auf der Zukunftskonferenz in Wurzen gewürdigt und mit Blick auf die Zukunft verstetigt. Begleitend wurde der Agrarholzleitfaden durch das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) veröffentlicht, in dem das neue Landnutzungs- und Gewässerrenaturierungskonzept ausführlich dargestellt wird. Die Stowasserplan GmbH & Co. KG präsentierte zur Veranstaltung das neue Renaturierungskonzept am Beispiel des Tauchnitzgrabens. Dieses verbindet die dringend notwendige Maßnahmenumsetzung zur Zielerreichung der WRRL mit den Potenzialen der modernen Agroforstsysteme.

Unser Dank für die ausgesprochen konstruktive und inspirierende Zusammenarbeit gilt neben dem Institut IfaS u. a. den Projekt- und Kooperationspartnern der WERTvollen Stadt-Land-Partnerschaft des Wurzener Land mit den (Ober-)Bürgermeistern der Stadt Wurzen und der Gemeinden Bennewitz, Thallwitz und Lossatal sowie der Stadt Leipzig.

Den Agrarholzleitfaden können Sie sich herunterladen.

Die Zusammenfassung des Renaturierungskonzepts in der Fachzeitschrift WasserWirtschaft können Sie ebenfalls nachlesen.

Hier sind noch Eindrücke zur Veranstaltung:

Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier hat weitere Informationen zur Veranstaltung veröffentlicht.