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Ingenieurbiologie verblüfft immer wieder

Ingenieurbiologie verblüfft immer wieder

Folgenden Beitrag zur Entwicklung der Bauweisen an einem Prallhang der Freiberger Mulde bei Nossen haben wir kürzlich von unserem Auftraggeber erhalten:

[…] ich war kürzlich wieder mal in Nossen am Prallhang. Bei dieser Gelegenheit habe ich die beigefügten Bilder gemacht. Ich war schon erstaunt, wie dort alles wächst und gedeiht.

Hangsicherung an einer Wasserkraftanlage | Freiberger Mulde

Hangsicherung an einer Wasserkraftanlage | Freiberger Mulde

Erodierter Hang, Blick in Fließrichtung Beim Hochwasser 2013 kam es an der Freiberger Mulde bei Nossen zu Schäden an einem Prallhang. Aufgrund des Hochwassers strömten die ankommenden Wassermassen direkt gegen den Damm einer Wasserkraftanlage. Der eigentliche Gleithang (bei Abfluss im Gerinne) wurde dadurch zu einem Prallhang. Die Dammböschung der Wasserkraftanlage zur Freiberger Mulde wurde auf einer Länge von ca. 70 Metern zerstört und musste neu gesichert werden. Zur Einbindung der neuen Ufersicherung in die Umgebung forderte die zuständige Untere Wasserbehörde eine naturnahe Ufersicherung.

Eigendynamische Gewässerentwicklung durch ingenieurbiologische Bauweisen

Eigendynamische Gewässerentwicklung durch ingenieurbiologische Bauweisen

Eigendynamik zur morphologischen Verbesserung von Fließgewässern ist eine feine Sache: Kostengünstig, effizient und hinsichtlich der biologischen Qualitätskomponenten der EG-WRRL sehr wirkungsvoll. Aber wie initiiert man Eigendynamik? Und vor allem, wie stellt man sicher, dass ausgeführte Maßnahmen nicht im Laufe der Zeit an Wirksamkeit verlieren und sich dann die morphologischen Defizite wieder einstellen?

“JETZT ist wieder Zeit für frisches Grün!” | Ingenieurbiologie in der Gewässerunterhaltung

Am Ende der Vegetationsruhe – also genau in den Monaten März und April ist die beste Zeit für den Einbau ingenieurbiologischer Bauweisen. Die lebenden Pflanzen und Pflanzenteile, die mit den Bauweisen eingebracht werden, können mit Beginn der Vegetationszeit direkt nach dem Einbau anfangen auszutreiben und zu wachsen.

Interessante Veröffentlichung zur Anwendung von Ingenieurbiologie in der Gebirgsregion | Ergebnis einer grenzübergreifenden Zusammenarbeit

Interessante Veröffentlichung zur Anwendung von Ingenieurbiologie in der Gebirgsregion | Ergebnis einer grenzübergreifenden Zusammenarbeit

Das Projekt Géni’Alp hat im Auftrag des Verbandes Rivière Rhône Alpes einen umfassenden Band zur Anwendung ingenieurbiologischer Bauweisen an Gebirgsflüssen herausgebracht: „Génie Végétal en rivière de montagne“. Das Buch wird auf der Homepage des Projekts Géni’Alp vorgestellt und steht zum kostenfreien Download (französisch) bereit! Akteure am Wasser sollen über Alternativen zu konventionellen Ufersicherungen informiert werden. Dazu werden Pflanzeneigenschaften, Herstellungstechniken ingenieurbiologischer Bauweisen sowie deren Besonderheiten für den Einsatz in Gebirgsregionen beschrieben.

Ufersicherung und Strukturverbesserung mit inklinanten Buhnen an der Roda in Laasdorf

Ufersicherung und Strukturverbesserung mit inklinanten Buhnen an der Roda in Laasdorf

Trotz massivem Uferverbau an einer fast 90° Krümmung schaffen inklinante Buhnen in Verbindung mit einer begrünten Steinschüttung ein Mindestmaß an Gewässerstrukturen. Sehr wenig Platz durch die Begrenzung des Gewässerbettes durch Privatgrundstücke erforderte die Ufersicherung durch einen mit Strauchweiden, Pfaffenhütchen, Haselnuss und Wasserschneeball begrünten Steinsatz.