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Hochwasserschadensbeseitigung 2013 – Chancen für Ingenieurbiologie?

Hochwasserschadensbeseitigung 2013 – Chancen für Ingenieurbiologie?

Lockwitzbach/ Dresden

Am vergangenen Wochenende war ich am Lockwitzbach unterwegs – das Juni-Hochwasser 2013 hat dort einerseits sehr eindrucksvolle naturnahe Strukturen wie Kiesbänke, Kolke, Umläufer etc. entstehen lassen. Andererseits sind auch hier wieder etliche Schäden am Gewässer entstanden, wie beispielsweise Uferabbrüche in der Nähe zu Infrastruktureinrichtungen, die wohl so nicht belassen werden können.

Ingenieurbiologische Bauweisen überstehen Katastrophen-Hochwasser an der Göltzsch in Mylau

Ingenieurbiologische Bauweisen überstehen Katastrophen-Hochwasser an der Göltzsch in Mylau

Die von Stowasserplan an der Göltzsch zwischen 2010 geplanten und 2011 eingebauten Ufersicherungsmaßnahmen haben das katastrophale Hochwasser vom 02. Juni 2013 unbeschadet überstanden! Die überwiegend aus ingenieurbiologischen Bauweisen bestehende Ufersicherung befindet sich in einem parallel zur B 173 (Netschkauer Str.) verlaufenden Gewässerabschnitt der Göltzsch in der Ortslage Mylau.

Uferschutz durch Ingenieurbiologie am Lungwitzbach | Hochwasser 2013

Uferschutz durch Ingenieurbiologie am Lungwitzbach | Hochwasser 2013

Beim „Jahrhunderthochwasser“ 2002 kam es am Lungwitzbach zu massiven Schäden. Der ursprünglich vollständig ausgebaute Gewässerverlauf hat sich in weiten Teilen seiner noch aus Zeiten des Reichsarbeitsdienstes stammenden Uferbefestigung entledigt und zwischen St. Egidien und Niederlungwitz teilweise eine Sekundäraue ausgebildet.

Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz

Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz

Viel Fachkompetenz und angeregter Erfahrungsaustausch auf den Informationsveranstaltungen „Gewässerentwicklung aktuell 2013“ – gemeinsam organisiert vom Landesamt für Umwelt Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht, von der Gemeinnützigen Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung, der Ingenieurkammer Rheinland-Pflalz, der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und dem Gemeinde und Städtebund Rheinland-Pfalz. Vorgestellt und diskutiert wurden vor allem die neuen Förderrichtlinien der Wasserwirtschaft in Rheinland-Pfalz, mit der im Zuge der Aktion Blau Plus erhebliche Finanzmittel für die Umsetzung der EG-WRRL zur Verfügung gestellt werden. Projekte und entsprechende Vorhaben können bis zu 90 % gefördert werden!

Vorankündigung – Tagung alternative Ufersicherungen an Bundeswasserstraßen

Im Herbst 2013 (21.11. bis 22.11.13) wird die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe zusammen mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) und der Gesellschaft für Ingenieurbiologie e.V. eine Fachtagung zum Thema „Technisch-biologische Ufersicherungen an großen und schiffbaren Gewässern – Potenziale und Möglichkeiten“ veranstalten (siehe folgender Link der Bundesanstalt für Wasserbau). Während am ersten Tag Vorträge und die Besichtigung von Versuchen zu biologisch technischen Ufersicherungen der BAW geplant sind, wird am zweiten Tag eine Fachexkursion zu einer größeren Renaturierungsmaßnahme am Neckar angeboten.