Zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind umfangreiche Maßnahmen zur Gewässerentwicklung erforderlich. Gleichzeitig verschärft sie die Flächenkonkurrenz in der Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: Wie können Gewässer ökologisch wirksam entwickelt und die dafür notwendigen Korridore gleichzeitig wirtschaftlich nutzbar gestaltet werden?
Wer in den vergangenen Monaten am Seegraben in Niesky unterwegs war, konnte beobachten, wie sich ein unscheinbarer, technisch ausgebauter Graben Schritt für Schritt in ein lebendiges Gewässer verwandelt hat. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist dieses Kapitel nun vorerst beendet – und die ersten Erfolge sind bereits sichtbar.
Mehrere Starkregenereignisse im Mai und Juni 2024 haben Colditz schwer getroffen: Überflutete Keller, beschädigte Straßen und Felder, auf denen wild abfließendes Wasser meterweit Schlamm abgelagert hat. Besonders betroffen war der Ortsteil Hohnbach. Solche Ereignisse werden im Zuge des Klimawandels häufiger – und genau deshalb braucht es vorausschauende Planung.
Habitatvielfalt, Biodiversität – Umsetzung der EG-WRRL – alles Schlagworte, die man mit Gewässerrenaturierung in Verbindung bringt. Mindestens genauso wichtig ist dabei: Mit Gewässerrenaturierung schafft man Lebensräume und Erholungsmöglichkeiten für die Menschen!
Die Arbeiten zur naturnahen Umgestaltung des Hoyerswerdaer Schwarzwassers zwischen Prischwitz und Dreikretscham sind auf der Zielgeraden. Seit April 2023 werden dort durch die Stowasserplan GmbH & Co KG sowie die beteiligten Baufirmen Kompensationsmaßnahmen zum in den 1990er Jahren erfolgten Ausbau der A4 zwischen AS Uhyst und AS Bautzen Ost umgesetzt. Herausragend bei diesem Projekt: Durch den umfangreichen Grunderwerb im Umfeld der Maßnahme kann eine ganzheitliche Revitalisierung des Hoyerswerdaer Schwarzwassers inklusive der angrenzenden Auenbereiche durchgeführt werden. In allen drei bearbeiteten Teilabschnitten jeweils zwischen den Ortslagen Prischwitz, Muschelwitz, Sollschwitz und Dreikretscham können umfassende Maßnahmen zur ökologischen Umgestaltung des in den 1970er Jahren vollständig ausgebauten und begradigten Gewässers sowie der Auenlandschaft stattfinden. Der Schwerpunkt der Maßnahme liegt auf der Wiederherstellung des ursprünglichen Gewässerverlaufs und der Entwicklung einer naturnahen Weichholzaue mit angrenzenden Feuchtwiesen und eigendynamischer Gewässerentwicklung.
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