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Klimaangepasste Gewässerunterhaltung: Warum wir unsere Gewässer jetzt neu denken müssen!

Klimaangepasste Gewässerunterhaltung: Warum wir unsere Gewässer jetzt neu denken müssen!

Ein weiteres viel zu trockenes Frühjahr liegt hinter uns. Die Folgen der Klimaveränderungen sind in unseren Fließgewässern längst sichtbar: Steigende Wassertemperaturen, langanhaltende Niedrigwasserphasen und sinkende Grundwasserstände setzen Bäche und Flüsse zunehmend unter Stress. Während sich die bisherige Gewässerunterhaltung vor allem auf klassische Defizite wie mangelnde Durchgängigkeit oder Strukturarmut konzentrierte, rückt heute eine neue Herausforderung in den Mittelpunkt: Wie müssen Unterhaltungsmaßnahmen angepasst werden, damit Gewässer auch künftig ihre ökologischen Funktionen erfüllen können?

Projektstart: Integriertes Gewässerunterhaltungs- und -entwicklungskonzept für Gewässer des WBV Torgau

Projektstart: Integriertes Gewässerunterhaltungs- und -entwicklungskonzept für Gewässer des WBV Torgau

Für eine zukunftsfähige Gewässerunterhaltung und -entwicklung im Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Bodenverbands Torgau wird ein integriertes Gewässerunterhaltungs- und -entwicklungskonzept (iGK) erarbeitet. Es bildet die strategische Grundlage für eine nachhaltige, effiziente und wirtschaftliche Unterhaltung der Gewässer 2. Ordnung in den kommenden Jahren. Dabei berücksichtigt das Konzept sowohl die Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, wie sie im Sächsischen Wassergesetz verankert sind, als auch Belange des Hochwasserschutzes und bestehende Nutzungsansprüche. Ziel ist es, Pflege und Entwicklung der Fließgewässer so zu steuern, dass ökologische Verbesserungen mit einer effizienten Unterhaltung in Einklang stehen.

Risiken erkennen, Schäden vermeiden, effizient handeln: Warum sich der Gang ans Gewässer jetzt lohnt!

Risiken erkennen, Schäden vermeiden, effizient handeln: Warum sich der Gang ans Gewässer jetzt lohnt!

Der Spätwinter und das frühe Frühjahr bieten gute Bedingungen, um Gewässerabschnitte systematisch zu begehen. In dieser Phase ist die Vegetation noch niedrig, Ufer, Sohle und angrenzende Flächen sind gut einsehbar. Termine im März und April ermöglichen eine verlässliche Einschätzung, wo Maßnahmen erforderlich sind und wie sich der Unterhaltungsbedarf im laufenden Jahr entwickeln wird.

Rückblick auf die erste Online-Seminarreihe „Gewässermanagement“

Rückblick auf die erste Online-Seminarreihe „Gewässermanagement“

Die Anforderungen an ein modernes Gewässermanagement sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Klimaanpassung, Hochwasserschutz, Förderung der biologischen Vielfalt und der effiziente Einsatz kommunaler Ressourcen müssen heute gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat Stowasserservice das bundesweit ausgerichtete Online-Seminar „Gewässermanagement“ durchgeführt.

Unerwünscht und unverzichtbar?! Ufergehölze zwischen Akzeptanzkonflikten und fachlicher Notwendigkeit

Unerwünscht und unverzichtbar?! Ufergehölze zwischen Akzeptanzkonflikten und fachlicher Notwendigkeit

Ufergehölze zählen zu den prägenden Strukturelementen naturnaher Fließgewässer. Ihre Bedeutung reicht weit über gestalterische und landschaftsästhetische Aspekte hinaus. Für die Gewässerunterhaltung übernehmen sie zentrale ökologische, hydraulische und betriebliche Funktionen. Gleichzeitig stoßen sie bei Anliegern, Bewirtschaftern und Eigentümern häufig auf Ablehnung. Gehölze werden als hinderlich wahrgenommen, verschatten angrenzende Flächen oder gelten als zusätzlicher Pflegeaufwand. Dieses Spannungsfeld prägt den Alltag vieler Unterhaltspflichtiger und stellt eine zentrale Herausforderung für eine langfristig tragfähige Gewässerbewirtschaftung dar.