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Muss ein Gewässer wirklich aufgeräumt sein?

Muss ein Gewässer wirklich aufgeräumt sein?

Wer an ein „gepflegtes“ Gewässer denkt, hat meist ein Bild vor Augen: keine Ablagerungen, kein Totholz, keine Pflanzen. Das Wasser kann ungehindert abfließen und alles ist schön ordentlich. Doch die Anforderungen an die Gewässerunterhaltung sind viel komplexer. Denn was für den Betrachter ordentlich und aufgeräumt erscheint, ist für Natur und Gewässerökologie ein Mangel an notwendigen Strukturen. Hinzu kommt, dass ein frisch gepflegtes Gewässerprofil meist nach kurzer Zeit wieder stark zuwächst und sich damit der Abfluss wieder deutlich verschlechtern kann. Diese Form der Pflege ist dann nicht nur schlecht für die Ökologie, sondern auch unwirtschaftlich.

Fließgewässer fit für den Klimawandel machen

Fließgewässer fit für den Klimawandel machen

Praxisimpulse zur klimaangepassten Gewässerentwicklung und -unterhaltung

Langanhaltende Trockenphasen, steigende Temperaturen und ein geschwächter Landschaftswasserhaushalt stellen Fließgewässer zunehmend vor große Herausforderungen. Der ökologische Zustand vieler Gewässer leidet spürbar unter den Klimaveränderungen – mit Auswirkungen auf Artenvielfalt, Nutzungsmöglichkeiten am und im Gewässer sowie die Lebensqualität der Menschen.