von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Mittwoch, 21 Februar, 2018 | Aktuelles, Allgemein, Ingenieurbiologie
Wie lässt sich die Planung ingenieurbiologischer Bauweisen erleichtern? Wie kann ihre Anwendung auch für Planungsbüros oder Unterhaltungslastträger, die sich nur gelegentlich mit Ingenieurbiologie beschäftigen, effizient und gleichzeitig fachgerecht erfolgen? Wie lässt sich das Fehlerrisiko bei Planung und Ausführung verringern und wie können praxistaugliche, qualitativ hochwertige Beschreibungen und Darstellungen ingenieurbiologischer Bauweisen einem möglichst breiten Anwenderkreis zur Verfügung gestellt werden?
Diese Fragestellungen waren der Auslöser für die Entscheidung von Ingbiotools den ersten Online-Shop für ingenieurbiologische Bauweisen zu entwickeln. Der SHOP Ingenieurbiologie ist darauf ausgerichtet, Planern und Ausführenden alle erforderlichen Informationen zur Planung, Ausführung und Pflege gebräuchlicher ingenieurbiologischer Bauweisen schnell und einfach verfügbar zu machen. Damit ergänzt der Online-Shop die Web-Applikation SOFIE® – Software für Ingenieurbiologie.
Inhalt und Aufbau SHOP Ingenieurbiologie
Im SHOP Ingenieurbiologie stehen derzeit für 20 ingenieurbiologische Bauweisen folgende Produkttypen zur Verfügung:
- Steckbriefe – ausführliche Beschreibung der ingenieurbiologischen Bauweise
- Regeldetails – detaillierte Darstellung der ingenieurbiologischen Bauweisen in Querschnitt und Draufsicht
- Bauschritte – Bauanleitungen in einzelnen Schritten zur Herstellung der Bauweise
- Pflegeschritte – Pflegeanleitung mit Darstellung und Beschreibung der erforderlichen Pflegeschritte zur optimalen Entwicklung der aus den Bauweisen hervorgehenden Pflanzengesellschaften
Damit man sich im SHOP schnell zurecht findet, sind die Produkte pro Bauweise mit Piktogrammen ausgestattet, in denen Bauweise und Produkttyp zusammengefasst sind.
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- BausweisenspezifischesPiktogramm Steckbrief - Vegetationswalze mit Böschungsschutzmatte
BausweisenspezifischesPiktogramm Steckbrief - Vegetationswalze mit Böschungsschutzmatte
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- BausweisenspezifischesPiktogramm Regeldetail - Raubaum strömungsparallel
BausweisenspezifischesPiktogramm Regeldetail - Raubaum strömungsparallel
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- BausweisenspezifischesPiktogramm Bauschritte - Holzkrainerwand mit Buschlagen und Lebendfaschinen
BausweisenspezifischesPiktogramm Bauschritte - Holzkrainerwand mit Buschlagen und Lebendfaschinen
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- BausweisenspezifischesPiktogramm Pflegeschritte - Begrünte Steinschüttung mit Heckenbuschlagen
BausweisenspezifischesPiktogramm Pflegeschritte - Begrünte Steinschüttung mit Heckenbuschlagen
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- BausweisenspezifischesPiktogramm Gesamtpaket - Lebendfaschine mit Böschungsschutzmatte, Erlenpflanzung und Steckhölzern
BausweisenspezifischesPiktogramm Gesamtpaket - Lebendfaschine mit Böschungsschutzmatte, Erlenpflanzung und Steckhölzern
Alle Produkte stehen als PDF-Dokumente zur Verfügung. Die Regeldetails ingenieurbiologischer Bauweisen sind zusätzlich im DWG/DXF-Format erhältlich. Damit lassen sie sich direkt in Planzeichnungen integrieren oder für die Umsetzung von Bauprojekten nutzen. Alle verfügbaren Informationen und Abbildungen zu einer Bauweise können auch als Gesamtpaket erworben werden, d.h. das Gesamtpaket beinhaltet Bauweisensteckbrief, Regeldetail, Bauschritte und Pflegeschritte.
Um sich von der Qualität der Produkte zu überzeugen, werden für die Beispielbauweise „Lebendfaschine“ alle Produkttypen (Steckbrief, Regeldetail, Bauschritte und Pflegeschritte) als Gratis-Download unter www.ingbiotools.com angeboten.
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- Produkt Steckbrief am Beispiel Lebendfaschine
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- Produkt Regeldetail am Beispiel Lebendfaschine
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- Produkt Bauschritte am Beispiel Lebendfaschine
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- Produkt Pflegeschritte am Beispiel Lebendfaschine
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- Produkt Gesamtpaket am Beispiel Lebendfaschine
von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Dienstag, 12 Dezember, 2017 | Aktuelles, Gedanken und Anregungen

von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Freitag, 10 November, 2017 | Aktuelles, Ingenieurbiologie, Ingenieurbiologie - Erfolgskontrolle, Ingenieurbiologie - Vegetationsentwicklung, Naturnaher Wasserbau und Ingenieurbiologie, Projektschwerpunkte
Wie sieht der Elbseitenarm drei Jahre nach Baufertigstellung aus?
Nachdem die Baustelle im Dezember 2014 abgeschlossen wurde, hat uns das schöne Herbstwetter Mitte Oktober zu einem Wochenendspaziergang nach draußen gelockt.
Wir waren neugierig – drei Jahre später – was ist alles passiert?
… und es ist außerordentlich viel passiert!!!
Auf den Uferböschungen entwickelt sich ein stabiler Gehölzsaum, die Uferbereiche sind mit unterschiedlichsten Hochstauden gesäumt. Wenn man nicht weiß, dass hier vor drei Jahren nach Abschluss der Bauarbeiten noch nichts Grünes zu sehen war, ist es beeindruckend, was die Natur in der vergleichsweise kurzen Zeit geschaffen hat. Von vier verschiedenen Blickpunkten aus zeigen die Fotos die Entwicklung des Elbseitenarms in Dresden-Zschieren.
Blickpunkt 1 – Der Mündungsbereich
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- Ausgangszustand 2013 vor Beginn der Arbeiten. An dieser Stelle wird der Elbseitenarm in die Elbe münden.
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- Dezember 2014. Die Mündung des Elbseitenarms in die Elbe im Zustand nach Baufertigstellung des Elbseitenarms.
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- Oktober 2017, Entwicklung drei Jahre nach Baufertigstellung. Mündung des Elbseitenarms in die Elbe
Blickpunkt 2 – Blick über den Elbseitenarm von der Mündung aus
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- Zustand vor Baubeginn 2013. Die grüne Wiesenfläche markiert den zukünftigen Elbseitenarm. Links im Bild vor den Gehölzen soll der Elbseitenarm an die Elbe angeschlossen werden und dann rechts des Gehölzsaumes mittig im Bild durch die Grünfläche laufen. Die vorhandenen Gehölze werden zukünftig am Ufer stehen.
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- Kurz vor Baufertigstellung im Herbst 2014. Die Ufersicherungen aus Steinschüttung mit Buschlagen und austriebfähigen Baumbuhnen im Mündungsbereich sind fertig gestellt. Es erfolgen noch Restarbeiten wie die Rekultivierung der bauzeitlich genutzten Flächen.
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- Drei Jahre später - Entwicklungsstand im Oktober 2017. Die Buschlagen und austriebsfähigen Baumbuhnen entwickeln sich zu einem Ufergehölzsaum.
Blickpunkt 3 – Blick vom Elberadweg in Fließrichtung
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- Zustand vor Baubeginn 2013. Der Elbseitenarm wird vor dem Gehölzsaum rechts im Bild verlaufen sodass die schon vorhandenen Gehölze als Ufergehölze dienen. Die Kopfweiden links im Bild werden gepflegt und das Material bei den zukünftigen Ufersicherungen eingebaut.
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- Zustand nach Fertigstellung der groben Erdarbeiten 2014. Teilweise sind schon Ufersicherungen eingebracht. Im Vordergrund sind Raubäume am Ufer zu sehen, die zum einen das Ufer vor Erosion schützen bis die neu eingebauten Gehölze die Böschungen ausreichend durchwurzelt haben. Zum anderen stellen die im Wasser liegenden Nadelbäume tolle Unterstellmöglichkeiten für Fische dar. Die Planung bzw. Entwicklung derartiger Strukturen ist erforderlich, um die Besiedlung des Elbseitenarms zu fördern.
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- Hochwasser im Januar 2015 mit bordvollem Einstau. Trotz Überstau der eingebauten austriebfähigen Pflanzenteile, Weidensteckhölzer und Buschlagen erfolgte im Frühjahr ein dichter Austrieb, aus dem sich der heutige Ufergehölzsaum entwickelte.
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- Oktober 2017. Drei Jahre nach Baufertigstellung – der Ufergehölzsaum aus Bäumen und Sträuchern entwickelt sich gut und sorgt zunehmend für Beschattung des Gewässers. Dies ist vor allem im Sommer wichtig um eine zu starke Erwärmung zu verhindern und somit die Artenvielfalt im Gewässer zu erhalten.
Blickpunkt 4 – Blick vom Elberadweg entgegen der Fließrichtung
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- Zustand vor Baubeginn 2013. Die Flächen sind als Ruderalflur mit verschiedenen Hochstauden bestanden.
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- 2014 - Der Elbseitenarm wird ausgehoben. Die Kubaturen sind schon deutlich zu erkennen. Die Pappel in der Bildmitte wird erhalten und schmückt zukünftig die entstehende Insel.
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- 2014 - Während der Erdarbeiten. Noch ist der Elbseitenarm nicht mit der Elbe verbunden.
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- Zustand im ersten Frühjahr nach Fertigstellung der Profilierung, Mai 2014. Die Pappel auf der Insel sieht fast schon malerisch aus.
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- Oktober 2017. Der Standpunkt ist der Gleiche, aber wo ist die Insel geblieben? Vom Elberadweg aus ist die Insel kaum noch zu sehen. Drei Jahre nach Baufertigstellung wird sie von den neuen Ufergehölzen verdeckt – Es haben sich wertvolle Ufer- und Sohlhabitate gebildet. Die Insel und die naturnahen Uferstrukturen stellen einen Rückzugsraum für Flora und Fauna dar.
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- Steigt man bei niedrigem Wasserstand die Uferböschung hinab, eröffnet sich dem aufmerksamen Spaziergänger ein wirklich herrlicher Blick über den Elbseitenarm und die verborgene Insel (2018).
von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Freitag, 29 September, 2017 | Aktuelles, Ingenieurbiologie, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit
Schulungsangebote zu Theorie und Praxis der Ingenieurbiologie
Schulungen zur Anwendung ingenieurbiologischer Bauweisen in Theorie und Praxis sind ein Kernanliegen der Ingbiotools Kompetenz Ingenieurbiologie GmbH & Co. KG. Seit Anfang des Jahres vermittelt ein umfangreiches Schulungsangebot Fachwissen zum naturnahen Wasserbau gemäß den gesetzlichen Vorgaben in EG-WRRL, WHG und SächsWG. Die Module der Reihe „Ingenieurbiologie – Wir machen Sie fit!“ gliedern sich in Vortragsreihen, Workshops und Bauseminare.
Am 28. März 2017 fand das erste Bauseminar dieses Jahres im Rahmen der Schulungsreihe statt. Dazu trafen sich GaLaBau-Mitarbeiter der Phönix-Bau GmbH, Behördenvertreter sowie Mitarbeiter der Stowasserplan GmbH & Co. KG und der Ingbiotools Kompetenz Ingenieurbiologie GmbH & Co. KG an der Launzige in Fremdiswalde. An einem ausgebauten und begradigten Abschnitt des Gewässers sollten verschiedene Lebendbauweisen zur Strukturierung und ökologischen Aufwertung eingebracht werden. Das Baumaterial für die ingenieurbiologischen Bauweisen stellte der ansässige Landschaftspflegeverband Muldenland e. V. zur Verfügung. Die Organisation und Durchführung des Seminars erfolgte im Rahmen des BMBF-Forschungsvorhabens „In_StröHmunG“. Besonderer Dank gilt der Stadt Grimma, die nicht nur die Flächen in der Ortslage von Fremdiswalde zur Verfügung stellte, sondern auch die Finanzierung der Baumaßnahmen übernahm.
Mitmachen – Anfassen – Begreifen
Nach einer kurzen Einweisung der Seminarteilnehmer wurden Bau-Teams gebildet und los ging es. Unter fachkundiger Anleitung der Ingbiotools-Mitarbeiter wurden durch die Seminarteilnehmer Vegetationswalzen, geneigte Lebendfaschinen, Totfaschinen mit Gehölzpflanzung, eine Spreitlage mit Lebendfaschinen als Fußsicherung sowie Steckhölzer eingebaut. Das schrittweise Vorgehen aber auch die umfassenden Erläuterungen zu den einzelnen Bauweisen halfen, nicht nur das Wesen der Ingenieurbiologie und der Bauweisen zu verstehen, sondern auch mögliche Baufehler gleich zu erkennen und zu vermeiden.
Mithilfe der tatkräftigen Teilnehmer war ein rascher Baufortschritt möglich. Und schon nach Fertigstellung der ingenieurbiologischen Bauweisen am Ende des Seminars wurden deutliche Verbesserungen erster gewässerstruktureller Merkmale, wie Strömungsbild und Substratsortierung in der Launzige sichtbar. Die Eigendynamik des Gewässers und die zunehmende Gehölzentwicklung aus den Bauweisen werden zu einer weiteren Verbesserung der Situation beitragen.
Nachahmer erwünscht
Positive Beiträge zum Seminar leisteten das Wetter, welches sich von seiner besten Seite zeigte und die ansässige Gastwirtschaft, die mit einer hervorragenden Mittagsversorgung das Bauseminar zu einer rundum gelungenen Veranstaltung machten.
Bleibt zu hoffen, dass sich das Wissen und die Erkenntnisse zu den Bauweisen bei den Beteiligten fest verankern und sie dazu beitragen, weitere Bäche und Flüsse in Sachsen gemäß EG-WRRL naturnah zu gestalteten und zu entwickeln.
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- Das begradigte und gehölzfrei ausgebaute Regelprofil der Launzige bietet weder ausreichende hydraulische Kapazitäten noch hochwertige Lebensräume für gewässergebundene Arten der Flora und Fauna. Eine naturnahe Umgestaltung ist hier dringend notwendig.
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- Als vorbereitende Maßnahme zum Einbau der ingenieurbiologischen Bauweisen erfolgte die Modellierung eines naturnahen Verlaufs mit einem aufgeweiteten Profil und abgeflachten Uferböschungen.
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- Zu Beginn des Bauseminars wurden den Beteiligten der Bauablauf und die wichtigsten Einbauaspekte zu ingenieurbiologischen Bauweisen erläutert.
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- Anwendungsbeispiel ist hier eine Spreitlage. Sie soll zukünftig einen Prallhang vor Erosion schützen und gleichzeitig die Ufer begrünen.
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- Das Baumaterial wurde frisch geschnitten und für die Bauweisen vorbereitet vom Landschaftspflegeverband Muldenland e. V. angeliefert. Für eine Spreitlage benötigt man z.B. dünnere Weidenäste bzw. Ruten für die Astlage und dickere Astteile als Pflöcke und Riegelhölzer.
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- Die Bau-Teams widmeten sich gemeinsam dem Einbau der ingenieurbiologischen Bauweisen und diskutierten dabei Möglichkeiten zur Fehlervermeidung.
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- Um die Ufersicherungsfunktion und einen optimalen Anwuchserfolg zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die ingenieurbiologischen Bauweisen gründlich auf der Uferböschung befestigt werden.
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- Die Übererdung der Bauweisen mit Unterboden war ein weiterer Themenschwerpunkt des Bauseminars. Schließlich trägt diese zum Anwachsen der Bauweise auf der Uferböschung bei.
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- Nach Baufertigstellung waren die ingenieurbiologischen Bauweisen wie auch die Erdmodellierungen an Querprofil und Gewässerlauf noch gut sichtbar. In einer Abschlussbesprechung wurden das Bauseminar und die wesentlichen Inhalte noch einmal reflektiert.
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- Bei fehlerfreiem Einbau zeigen Lebendbauweisen, wie die Weidenspreitlage, gleich in der ersten Vegetationsperiode einen dichten Austrieb.
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- Schon nach sechs Monaten ist der umgestaltete Abschnitt der Launzige komplett begrünt. Zwischen den blühenden Hochstauden erkennt man den Austrieb der eingebauten Lebendbauweisen. Der Bachlauf wird mit zunehmender Gehölzentwicklung mehr und mehr beschattet und bietet so den gewässertypspezifischen Arten optimale Lebensbedingungen.
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- Die Baumaßnahme zur naturnahen Umgestaltung eines Teilabschnittes der Launzige wurde gefördert vom Bundesministerium für Forschung und Bildung sowie der Stadt Grimma.
von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Donnerstag, 7 September, 2017 | Aktuelles, Gewässerentwicklung, Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz, Hochwasserschutz, Naturnaher Wasserbau und Ingenieurbiologie, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit
In der LexiTV-Sendung „Deiche, Mauern, Talsperren – Schutz gegen die Flut“ am 11.08.2017 gab es einen interessanten Beitrag zum Thema „Hochwasserforschung an der TU Dresden“. Herr Dr. Stowasser wurde von Charlotte Radziwill an einem naturnah umgestalteten Abschnitt der Großen Mittweida in Schwarzenberg zum Thema Ufersicherung mit Pflanzen interviewt.
Hier ein paar Eindrücke vom Drehtag bei herrlichem Sonnenschein:
Den Beitrag können Sie sich in der MDR-Mediathek unter folgendem Link anschauen.
Das Projekt „Naturnahe Gestaltung der Großen Mittweida in Schwarzenberg“ wurde 2007 umgesetzt und erhielt 2010 den DWA – Gewässerentwicklungspreis. Weitere Informationen und Fotos zu dem Projekt an der Großen Mittweida finden Sie auf der Homepage von Stowasserplan unter unseren Referenzprojekten.
Im Beitrag wurde ebenfalls das Forschungsprojekt „In_StröHmunG“ vorgestellt, in dessen Rahmen Stowasserplan die Software PROGEMIS® entwickelt. Wir berichteten bereits im März 2016 unter dem Titel: Software unterstützt Gemeinden künftig bei der Gewässerunterhaltung | Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz zu PROGEMIS®.