Am 3. Juni 2026 wurde der Tauchnitzgraben im Wurzener Land zu einem lebendigen Lernort für zukunftsfähige Landschaftsgestaltung. Das Foto zeigt eindrucksvoll die Themen dieses Feldtages: ein wieder sichtbares Gewässer, junge Gehölzstreifen in der Feldflur und ein Agroforstsystem, das spürbar „loswächst“. Hier verbinden sich Landwirtschaft, Gewässerschutz, Klimaanpassung und regionale Wertschöpfung zu einem gemeinsamen Zukunftsbild.
Zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind umfangreiche Maßnahmen zur Gewässerentwicklung erforderlich. Gleichzeitig verschärft sie die Flächenkonkurrenz in der Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: Wie können Gewässer ökologisch wirksam entwickelt und die dafür notwendigen Korridore gleichzeitig wirtschaftlich nutzbar gestaltet werden?
Am 24. und 25. Februar 2026 fanden in Erfurt die Erfurter Gespräche zur Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der DWA statt. Ausgangspunkt der Tagung war die ernüchternde Bilanz, dass nach wie vor nur ein geringer Teil der Fließgewässer in Deutschland den guten ökologischen Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial erreicht und klassische Instrumente dieses Umsetzungsdefizit nicht beheben können. Der hohe Handlungsdruck fordert neue tragfähige und vor allem praxistaugliche Lösungen.
Wo aktuell noch ein verrohrter Graben unsichtbar unter einer großen Ackerfläche verläuft, rollen inzwischen die Bagger: Die Bauarbeiten zur Offenlegung des Tauchnitzgrabens haben begonnen. Damit startet eines der spannendsten Umweltprojekte Sachsens – die Kombination aus Gewässerrenaturierung und Agroforstwirtschaft. Gewässerschutz und Landnutzung ziehen an einem Strang!
Mehrere Starkregenereignisse im Mai und Juni 2024 haben Colditz schwer getroffen: Überflutete Keller, beschädigte Straßen und Felder, auf denen wild abfließendes Wasser meterweit Schlamm abgelagert hat. Besonders betroffen war der Ortsteil Hohnbach. Solche Ereignisse werden im Zuge des Klimawandels häufiger – und genau deshalb braucht es vorausschauende Planung.
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