von Jana Hunger | Montag, 13 September, 2021 | Aktuelles, Gewässerentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit
Ab September 2021 begleitet Stowasserplan im Pilotprojekt Lossa des BUND Sachsen e. V. die Planung und Umsetzung der Lossarenaturierung bei Heyda – als Teil des Großprojekts „Rettungsnetz Wildkatze – Gemeinsam Grüne Wege gehen“ des BUND Sachsen zur Umsetzung des ersten Wildkatzenkorridors in Sachsen.
Weitere Informationen auf den Seiten des BUND Sachsen e. V.

von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Montag, 25 Mai, 2020 | Aktuelles, Landschaftsplanung und Umweltgutachten, Öffentlichkeitsarbeit, Ökologie im und am Wasser
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) hat das zweite Filmmodul über die Planung und Umsetzung der Ökokontomaßnahme „Naturnahe Umgestaltung des Fürstengrabens in Meißen“ veröffentlicht.
Von November 2019 bis Mitte Mai 2020 erfolgte die Bauausführung zur naturnahen Umgestaltung des Fürstengrabens. Durch die Gestaltung eines strukturell vielfältigen naturnahen Gewässerlaufes konnten naturschutzfachlich hochwertige Lebensräume für Reptilien und Amphibien gesichert und geschaffen werden. Ein weiteres Filmmodul über die Entwicklung des Fürstengrabens nach Umsetzung der Maßnahmen ist geplant.
Das erste Filmmodul und eine Erläuterung zur Maßnahme gibt es hier.
Hier steht der Beitrag zum Ansehen bereit:
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Kurz vor der Baufertigstellung hat die Stowasserplan GmbH & Co. KG die Baumaßnahme mit einer Drohne überflogen. Den dabei erstellten Gesamteindruck kann man hier ansehen:
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Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es auch auf der Homepage der Stowasserplan GmbH & Co. KG.
von Tobias Scholze | Freitag, 10 Januar, 2020 | Aktuelles, Landschaftsplanung und Umweltgutachten, Öffentlichkeitsarbeit, Ökologie im und am Wasser
In allen Stufen der Planung sowie des Betriebs und der Unterhaltung von Straßen sind die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu berücksichtigen. Lassen sich Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nicht vermeiden, dienen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur Kompensation der Eingriffe. Die naturnahe Umgestaltung des Fürstengrabens auf vier Teilabschnitten im stadtnahen Erholungsgebiet von Meißen ist eine solche Maßnahme. Sie dient der Sicherung und Schaffung naturschutzfachlich hochwertiger Lebensräume für Reptilien und Amphibien im Bereich der Meißner Elbtalhänge. Neben der Gestaltung eines strukturell vielfältigen naturnahen Gewässerlaufes sollen ebenso ein qualitativ hochwertiger öffentlicher Freiraum geschaffen und ein Beitrag zur aktiven öffentlichen Umweltbildung geleistet werden. Die Stowasserplan GmbH & Co. KG plant und betreut dieses Projekt seit Juni 2017. Nach Abschluss der Genehmigungs- und Ausführungsplanung erfolgt seit November 2019 die Bauausführung.
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) hat ein erstes Filmmodul über die Vorbereitung und Planung der Ökokontomaßnahme „Naturnahe Umgestaltung des Fürstengrabens in Meißen“ veröffentlicht. Weitere Filmmodule über die Bauausführung und eines über die Entwicklung des Fürstengrabens nach Umsetzung der Maßnahmen sind geplant.
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Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es auch auf der Homepage der Stowasserplan GmbH & Co. KG.
von Tobias Scholze | Freitag, 10 November, 2017 | Aktuelles, Ingenieurbiologie, Ingenieurbiologie - Erfolgskontrolle, Ingenieurbiologie - Vegetationsentwicklung, Naturnaher Wasserbau und Ingenieurbiologie, Projektschwerpunkte
Wie sieht der Elbseitenarm drei Jahre nach Baufertigstellung aus?
Nachdem die Baustelle im Dezember 2014 abgeschlossen wurde, hat uns das schöne Herbstwetter Mitte Oktober zu einem Wochenendspaziergang nach draußen gelockt.
Wir waren neugierig – drei Jahre später – was ist alles passiert?
… und es ist außerordentlich viel passiert!!!
Auf den Uferböschungen entwickelt sich ein stabiler Gehölzsaum, die Uferbereiche sind mit unterschiedlichsten Hochstauden gesäumt. Wenn man nicht weiß, dass hier vor drei Jahren nach Abschluss der Bauarbeiten noch nichts Grünes zu sehen war, ist es beeindruckend, was die Natur in der vergleichsweise kurzen Zeit geschaffen hat. Von vier verschiedenen Blickpunkten aus zeigen die Fotos die Entwicklung des Elbseitenarms in Dresden-Zschieren.
Blickpunkt 1 – Der Mündungsbereich
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- Ausgangszustand 2013 vor Beginn der Arbeiten. An dieser Stelle wird der Elbseitenarm in die Elbe münden.
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- Dezember 2014. Die Mündung des Elbseitenarms in die Elbe im Zustand nach Baufertigstellung des Elbseitenarms.
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- Oktober 2017, Entwicklung drei Jahre nach Baufertigstellung. Mündung des Elbseitenarms in die Elbe
Blickpunkt 2 – Blick über den Elbseitenarm von der Mündung aus
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- Zustand vor Baubeginn 2013. Die grüne Wiesenfläche markiert den zukünftigen Elbseitenarm. Links im Bild vor den Gehölzen soll der Elbseitenarm an die Elbe angeschlossen werden und dann rechts des Gehölzsaumes mittig im Bild durch die Grünfläche laufen. Die vorhandenen Gehölze werden zukünftig am Ufer stehen.
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- Kurz vor Baufertigstellung im Herbst 2014. Die Ufersicherungen aus Steinschüttung mit Buschlagen und austriebfähigen Baumbuhnen im Mündungsbereich sind fertig gestellt. Es erfolgen noch Restarbeiten wie die Rekultivierung der bauzeitlich genutzten Flächen.
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- Drei Jahre später - Entwicklungsstand im Oktober 2017. Die Buschlagen und austriebsfähigen Baumbuhnen entwickeln sich zu einem Ufergehölzsaum.
Blickpunkt 3 – Blick vom Elberadweg in Fließrichtung
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- Zustand vor Baubeginn 2013. Der Elbseitenarm wird vor dem Gehölzsaum rechts im Bild verlaufen sodass die schon vorhandenen Gehölze als Ufergehölze dienen. Die Kopfweiden links im Bild werden gepflegt und das Material bei den zukünftigen Ufersicherungen eingebaut.
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- Zustand nach Fertigstellung der groben Erdarbeiten 2014. Teilweise sind schon Ufersicherungen eingebracht. Im Vordergrund sind Raubäume am Ufer zu sehen, die zum einen das Ufer vor Erosion schützen bis die neu eingebauten Gehölze die Böschungen ausreichend durchwurzelt haben. Zum anderen stellen die im Wasser liegenden Nadelbäume tolle Unterstellmöglichkeiten für Fische dar. Die Planung bzw. Entwicklung derartiger Strukturen ist erforderlich, um die Besiedlung des Elbseitenarms zu fördern.
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- Hochwasser im Januar 2015 mit bordvollem Einstau. Trotz Überstau der eingebauten austriebfähigen Pflanzenteile, Weidensteckhölzer und Buschlagen erfolgte im Frühjahr ein dichter Austrieb, aus dem sich der heutige Ufergehölzsaum entwickelte.
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- Oktober 2017. Drei Jahre nach Baufertigstellung – der Ufergehölzsaum aus Bäumen und Sträuchern entwickelt sich gut und sorgt zunehmend für Beschattung des Gewässers. Dies ist vor allem im Sommer wichtig um eine zu starke Erwärmung zu verhindern und somit die Artenvielfalt im Gewässer zu erhalten.
Blickpunkt 4 – Blick vom Elberadweg entgegen der Fließrichtung
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- Zustand vor Baubeginn 2013. Die Flächen sind als Ruderalflur mit verschiedenen Hochstauden bestanden.
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- 2014 - Der Elbseitenarm wird ausgehoben. Die Kubaturen sind schon deutlich zu erkennen. Die Pappel in der Bildmitte wird erhalten und schmückt zukünftig die entstehende Insel.
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- 2014 - Während der Erdarbeiten. Noch ist der Elbseitenarm nicht mit der Elbe verbunden.
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- Zustand im ersten Frühjahr nach Fertigstellung der Profilierung, Mai 2014. Die Pappel auf der Insel sieht fast schon malerisch aus.
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- Oktober 2017. Der Standpunkt ist der Gleiche, aber wo ist die Insel geblieben? Vom Elberadweg aus ist die Insel kaum noch zu sehen. Drei Jahre nach Baufertigstellung wird sie von den neuen Ufergehölzen verdeckt – Es haben sich wertvolle Ufer- und Sohlhabitate gebildet. Die Insel und die naturnahen Uferstrukturen stellen einen Rückzugsraum für Flora und Fauna dar.
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- Steigt man bei niedrigem Wasserstand die Uferböschung hinab, eröffnet sich dem aufmerksamen Spaziergänger ein wirklich herrlicher Blick über den Elbseitenarm und die verborgene Insel (2018).
von Tobias Scholze | Mittwoch, 28 Juni, 2017 | Aktuelles, Bauüberwachung und Umweltbaubegleitung, Gewässerentwicklung, Hochwasser, Hochwasserschutz, Ingenieurbiologie, Ingenieurbiologie - Bauausführung, Naturnaher Wasserbau und Ingenieurbiologie, Projektschwerpunkte
Nach Wasserhaushaltsgesetz § 6 (2) WHG sollen „nicht naturnah ausgebaute natürliche Gewässer wieder in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden“. Im Zuge des Baus der Großwohnsiedlung Gorbitz wurde der Weidigtbach größtenteils verrohrt bzw. naturfern ausgebaut. Seit 1999 wurden im Auftrag des Umweltamts der Landeshauptstadt Dresden verschiedene Abschnitte des Weidigtbachs renaturiert. Als einer der letzten großen Herausforderungen auf dem Wege zu einem naturnäheren Weidigtbach galt die sogenannte „Große Verrohrung des Weidigtbachs“ in Dresden Gorbitz zwischen Schlehenstraße und Melissenweg.
Dieser verrohrte Bachabschnitt war bisher ein ökologisch unüberwindbares Hindernis zwischen den bereits naturnah umgestalteten Abschnitten des Weidigtbachs. Nach mehrjähriger Planungsphase erfolgte der Baubeginn zur Umgestaltung dieses Abschnitts im Mai 2015. Auftraggeber war wiederum das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden. Stowasserplan übernahm die örtliche Bauüberwachung. Seit Juli 2016 fließt nun der Weidigtbach durch die 410 m lange naturnahe Umgestaltungsstrecke.
Ziele & Herauforderungen
Grundlegende Ziele der Offenlegung der „Großen Verrohrung“ am Weidigtbach waren:
- Die Offenlegung auf maximal möglicher Länge
- Die Verbesserung der ökologischen Wirksamkeit und die naturnahe Entwicklung des Fließgewässers
- Die Gestaltung des Gewässers als Bestandteil des städtischen Freiraumes mit optischer Aufwertung des Wohnumfelds und Erhöhung der Erlebbarkeit des Baches
- Die Biotopvernetzung zwischen dem linkselbischen Hügelland und dem Elbtal
Als Besonderheit bei der Planung und Bauausführung zur Offenlegung und naturnahen Umgestaltung des Weidigtbachs galt das mit durchschnittlich 3,7 % – hohe Gefälle des Bachlaufes. Gleichzeitig wird das Wasserregime des Gewässers in erster Linie von extremen Starkregenereignissen bestimmt. Damit treten kurzzeitig große Abflussspitzen auf, die der Bach unbeschadet abführen muss.
Für weitere Komplexität des Projektes sorgten die Kreuzungsbauwerke der Umgestaltungsstrecke mit dem Omsewitzer Ring und einer Straßenbahntrasse. Sie erforderten den Neubau von Durchlassbauwerken und damit einhergehende Straßensperrungen.
Der erlebbare (Weidigt-) Bach
Erfreulicherweise konnten die Baumaßnahmen im Sommer 2016 abgeschlossen werden. Der Weidigtbach verläuft nun in einem weitgehend offenen und erlebbaren Profil durch den 2007 fertiggestellten Weidigtbachpark. Die Sicherung der neu hergestellten Sohl- und Uferbereiche erfolgte mittels ingenieurbiologischer Bauweisen. Als Bepflanzung für die Ufer sind Steckhölzer und Gehölzjungpflanzen eingebracht worden. Daraus wird sich ein naturnaher, standortgerechter Gehölzsaum entwickeln, der die Ufer nachhaltig sichert und Lebensräume für eine Vielzahl einheimischer Arten bietet. Im Bereich des Einlaufes in den weiterhin vorhandenen Durchlass unter der Coventrystraße wurden außerdem eine Zufahrtsrampe und Sitzstufen eingebaut. Damit wird nicht nur die Pflege des Gewässers erleichtert, sondern es werden auch Aufenthalts- und Verweilmöglichkeiten am Gewässer angeboten.
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- Auch in dem bisher unzugänglichen Bereich zwischen Haltestelle Schlehenstraße und Kreuzung mit der Stadtbahntrasse wurde der Weidigtbach offen gelegt und wieder erlebbar gemacht. Foto: Juni 2016
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- Der Austrieb der ingenieurbiologischen Bauweisen in der Ufersicherung des Weidigtbachs, wie hier im Bereich nördlich des Omsewitzer Rings, erfolgt schon kurz nach der Baufertigstellung. Foto: April 2016
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- Am Durchlassbauwerk zur Unterquerung der Stadtbahntrasse dient das Tosbecken gleichzeitig als temporärer Stillwasserbereich, wenn der Weidigtbach in Trockenwetterperioden austrocknet. Foto: März 2017
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- Die Sitzstufen als Aufenthaltsmöglichkeit sind gleichzeitig Ufersicherung am Einlaufbauwerk zum Durchlass an der Coventrytraße. Die Aufweitung des Bachbettes sowie die Zufahrtsrampe erleichtern die Pflege und Beräumung des Bachbettes durch die Landeshauptstadt Dresden. Foto: August 2016
Weitere Abschnitte des Weidigtbaches, die durch Stowasserplan geplant und bis hin zur Fertigstellung begleitet wurden, finden Sie auf den Seiten unserer Homepage: