von Lars Stratmann | Donnerstag, 8 Juni, 2017 | Aktuelles, Entscheidungsunterstützungssysteme (EUS), Gewässerentwicklung, Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz, Hochwasserschutz, Projektschwerpunkte, Veranstaltungen
Mit einem eintägigen Workshop im Rathaus Grimma wurde die Testphase der Software PROGEMIS® eröffnet. Seit Mitte Mai 2017 erproben die Testpartner aus sächsischen Kommunen und Landkreisen die Funktionen der Module PROGEMIS® Doku und PROGEMIS® Maßnahmenkatalog, die als Beta-Version für die Testphase freigegeben wurden.
Die kommunalen Gewässermanager konnten am Nachmittag des Workshops für das Jahr 2017 Maßnahmen der Gewässerunterhaltung in PROGEMIS® für die künftige Ausführung planen. Die Verantwortlichen für die Ausführung, z. B. Leiter oder Mitarbeiter vom kommunalen Bauhof oder einem Landschaftspflegeverband, hatten Gelegenheit, sich mit ersten Schritten der Dokumentation von Maßnahmen vertraut zu machen. Die Testpartner konnten so bereits auf dem Workshop erste interessante Hinweise für die weitere Entwicklung und gewünschte Funktionalitäten geben.

Mithilfe der Erprobung durch unsere Testpartner aus sächsischen Kommunen und Landkreisen werden stetig Strukturen, Vorgehensweisen und Abläufe aus der Praxis der Gewässerunterhaltung identifiziert und systematisiert und fließen während der Entwicklungsphase in PROGEMIS® ein. Damit können Anwender mit einer Software arbeiten die sie selbst gestalten und in die ihre Erfahrungen aus dem Praxisalltag einfließen.
Die Systematik von PROGEMIS® beinhaltet im Kern einen Regelkreislauf, bestehend aus Basisplan, Arbeitsplan und Dokumentation, der eine regelmäßige Planfortschreibung ermöglicht und das Management von Gewässern organisiert. Eine wichtige Rolle spielt bei der Entwicklung von PROGEMIS® auch die Beteiligung von Interessenvertretern wie die Kommunikation zu Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit.
Innerhalb der Testphase bietet Stowasserplan durchgehend eine fachliche und technische Betreuung an. Ein erstes Anwendertreffen ist für September 2017 geplant. Schrittweise werden parallel weitere Programmmodule von PROGEMIS® entwickelt, angepasst und ergänzend für unsere Testpartner verfügbar gemacht.
Haben Sie Interesse an Neuigkeiten zur Managementsoftware PROGEMIS®? Möchten Sie vielleicht sogar selbst an der zweiten Testphase ab Herbst 2017 teilnehmen? Melden Sie sich bei uns unter info(at)progemis.de oder informieren Sie sich über www.progemis.de .
von Lars Stratmann | Montag, 15 Mai, 2017 | Aktuelles, Entscheidungsunterstützungssysteme (EUS), Gewässerentwicklung, Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz, Hochwasserschutz, Ingenieurbiologie - Bauausführung, Veranstaltungen
Das Projektteam von Stowasserplan freut sich, mit starken Partnern aus Städten, Kommunen und Landkreisen eine Beta-Version von PROGEMIS® zu testen. Die Testphase soll helfen, die Entwicklung von PROGEMIS® möglichst gut auf die Bedürfnisse der Nutzer bei Planung, Ausführung und Dokumentation von Maßnahmen auszurichten. Die Testphase der zwei Module PROGEMIS® Doku und PROGEMIS® Maßnahmenkatalog startet am 18. Mai 2017 mit einem Auftaktworkshop mit den Testnutzern.
Das Prozessgestützte GewässerManagement- und InformationsSystem PROGEMIS® wird durch Stowasserplan im Rahmen des BMBF-Forschungsvorhabens „In_StröHmunG“ entwickelt und wird im Jahr 2018 einsatzfähig werden. PROGEMIS® bindet Gewässermanager, Ausführungsbetriebe, Planer, Untere Wasser- und Naturschutzbehörden und aktive Anlieger in eine systematische, zielgerichtete Gewässerunterhaltung ein. Ein Kommunikationsportal für die Beteiligung interessierter Bürger rundet die Software ab. Besonderer Wert wird in der Entwicklung von PROGEMIS® auf die fachliche Prozessorientierung innerhalb der Gewässerunterhaltung zu den Themenbereichen Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz gelegt. Neuigkeiten über die Software und Fachinfos zur Gewässerunterhaltung finden Sie unter: www.progemis.de.
Auf dem Workshop werden auch die unlängst an der Launzige in und bei Fremdiswalde umgesetzten Unterhaltungsmaßnahmen testweise dokumentiert. Dort wurde durch einfache Unterhaltungsmaßnahmen der ökologische Zustand verbessert und gleichzeitig ein Beitrag zur Verringerung von Hochwasserrisiken geleistet. Die Maßnahmen konnten im BMBF-Vorhaben „In_StröHmunG“ im Rahmen von zwei Praxis-Workshops für neue Methoden und Maßnahmen der Gewässerunterhaltung realisiert werden.
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- Strukturverbesserungsmaßnahmen an der Launzige unterhalb von Fremiswalde in Grimma wurden im Rahmen des BMBF-Vorhabens “In_StröHmunG” umgesetzt.
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- Ökologische Aufwertung mittels ingenieurbiologischer Bauweisen bewirkt auch eine Verminderung des Hochwasserrisikos durch verbesserte Böschungssicherung und Querschnittsaufweitung.
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- Herr Dr. Stowasser erläutert den Einbau des Lebendmaterials anhand der Wuchseigenschaften der schlafenden Knospen.
Weitere Informationen finden Sie auch auf dem Gewässerblog: Beitrag vom 01.03.2016 auf dem Gewässerblog „Software unterstützt Gemeinden künftig bei der Gewässerunterhaltung | Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz“
von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Mittwoch, 15 März, 2017 | Freiraumgestaltung und Regenwassermanagement, Gewässerentwicklung, Ingenieurbiologie - Vegetationsentwicklung, Literatur, Naturnaher Wasserbau und Ingenieurbiologie
Die Antwort auf diese Frage lautet: Ganz am Anfang einsteigen! Das ganze Große im Blick haben. Oder fachlich ausgedrückt: Nachhaltige Erfolge in der Fließgewässerrenaturierung lassen sich nur erzielen, wenn Konzepte und Maßnahmenplanungen auf Einzugsgebietsebene vorliegen, die dann sukzessive umgesetzt werden. Kleinräumige Maßnahmen auf lokaler Ebene sind daher immer in den Kontext eines Gesamtkonzepts zu stellen!
Was die mit der täglichen Planungspraxis vertrauten Mitstreiter für naturnahe Fließgewässer schon immer vermutet haben, wird nun in einem sehr anschaulichen Bericht über erfolgversprechende Strategien zur effektiven Renaturierung von Fließgewässern von Andrea Sundermann, Senckenberg Gesellschaft, und Matthias Oetken, Goethe-Universität Frankfurt, untermauert. Verfasst wurde die Veröffentlichung im Rahmen des ReWaM Forschungsverbundprojekts und NiddaMan.
Lesen Sie den Bericht und erfahren Sie mehr über effektive Fließgewässerrenaturierung unter folgendem Link: „Strategien zur effektiven Renaturierung von Fließgewässern“ (Niddaman, WissensWert, Nr. 2)

Beispiel Koitzschgraben in Dresden Prohlis – Vor der naturnahen Umgestaltung im Jahr 2011 war der Koitzschgraben ein nahezu gehölzfreier und mit Rasengitterplatten geradlinig ausgebauter Bach.

Der Koitzschgraben zwei Jahre nach Baufertigstellung – Die Renaturierung war Teil eines Konzepts für die naturnahe Umgestaltung des Koitzschgrabens inklusive Wohnumfeldverbesserung. Das Konzept wurde bereits 2002 erstellt und in mehreren Bauabschnitten zwischen 2009 und 2012 durch Stowasserplan umgesetzt.
von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Dienstag, 31 Januar, 2017 | Aktuelles, Gewässerentwicklung, Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz, Hochwasser, Hochwasserschutz, Projektschwerpunkte, Veranstaltungen
Die Unterhaltung von Gewässern stellt eine kommunale Pflichtaufgabe für die Gemeinden im Freistaat Sachsen dar. So ist auch die Gemeinde Kriebstein für die Pflege und Entwicklung des Mortelbachs zuständig. Aufgrund gesetzlicher Anforderungen müssen neben den Anforderungen des Hochwasserschutzes auch ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Hochwasservorsorge lässt sich jedoch oftmals sehr gut mit der naturnahen Entwicklung und Gestaltung von Fließgewässern kombinieren. Wo dem Bach ausreichend Raum zur Verfügung steht, kann Hochwasser keinen Schaden anrichten. Gleichzeitig finden heimische Tier- und Pflanzenarten Lebensräume vor und das Landschaftsbild wird bereichert. Ein Gesamtkonzept gewährleistet zudem durch zielgerichtete Unterhaltungsmaßnahmen den effizienten Einsatz vorhandener Finanzmittel.
Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen (LfULG) beauftragte uns (Planungsbüro Stowasserplan) im Herbst 2016 mit einer Planung für den Mortelbach im Gebiet von Grünlichtenberg. In diesem Entwicklungskonzept sollen Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und –unterhaltung erarbeitet werden, die Hochwasserschutz und Ökologie miteinander verbinden. Dieses Vorgehen soll beispielhaft für weitere Gemeinden in Sachsen sein.

Die Interessen von Anliegern und Gewässerbenutzern sind bei der Konzepterstellung von zentraler Bedeutung. Im Rahmen einer Sitzung des Ortschaftsrates Grünlichtenberg werden daher die Ziele und der aktuelle Stand der Planungen näher erläutert. Fragen können hier gestellt, Anregungen eingebracht und das Projekt mit den Planern und Behördenvertretern diskutiert werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen am 08.03.2017 um 19:00 Uhr an der Projektpräsentation (Mittlere Dorfstr. 7 in 09648 Kriebstein) teilzunehmen.
von Dr.-Ing. Andreas Stowasser | Dienstag, 21 Juni, 2016 | Aktuelles, Ingenieurbiologie - Erfolgskontrolle, Naturnaher Wasserbau und Ingenieurbiologie
Folgenden Beitrag zur Entwicklung der Bauweisen an einem Prallhang der Freiberger Mulde bei Nossen haben wir kürzlich von unserem Auftraggeber erhalten:
[…] ich war kürzlich wieder mal in Nossen am Prallhang. Bei dieser Gelegenheit habe ich die beigefügten Bilder gemacht. Ich war schon erstaunt, wie dort alles wächst und gedeiht.